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Indonesiens Vitalöle

In allen Teilen der Welt kennen die Menschen die bemerkenswerte Wirkung von Pflanzen. Was hier im Westen als Phytotherapie bezeichnet wird, trägt in Indonesien den schönen Namen "Jamu". Der Begriff Jamu bedeutet übersetzt so viel wie „Kräuter, Blumen und Wurzeln“ und beschreibt die Jahrhunderte alte Naturheilkunde der Indonesier. Den Legenden nach, entstand die Jamu-Medizin vor ca. 1300 Jahren im Königreich Mataram, welches sich damals in Zentral-Java befand. Bei den Heilmethoden des Jamu geht es insgesamt um eine ausgeglichene Beziehung zwischen Mensch und Umwelt. Der Körper soll mit seinem Umfeld im Reinen sein und sich an selbiges anpassen. Der Ayurveda, das indische Gesundheitssystem, hatte einen großen Einfluss auf die Kräutermedizin in Indonesien. Dennoch werden für die Präparate viele Pflanzen verwendet, die nur in Indonesien wachsen und somit Jamu vom Ayurveda abgrenzen. Über Generationen hinweg wurden die meisten Rezepte nur mündlich weitergegeben. Daher, und durch die Tatsache, dass die lokalen Pflanzenarten von Insel zu Insel in Indonesien stark variieren, unterscheiden sich die Inhaltsstoffe bestimmter Öle und Salben ein wenig. Normalerweise beinhalten sie Rinden, Pflanzenauszüge, Blüten und Wurzelextrakte südostasiatischer Gewächse. Ein ganzes Jahr lang habe ich verschiedene dieser Öle an mir -und auch an meiner Familie🥰- getestet, damit ich nur die besten Öle für dich parat halte. Nicht nur die betörenden Düfte und das wunderbare Gefühlt auf der Haut haben mich überzeugt, sondern auch und vor allem die wohl durchdachte Kombination der Inhaltsstoffe. Drei dieser rein pflanzlichen Vitaöle haben mich so sehr überzeugt, dass ich sie dir sehr gern vorstelle.


Minyak Balur ~ "Herbal Healing Oil" von Uroot Auf Basis von Kokosöl bezaubert dieses Öl mit seinem zarten, leichten und blumigen Duft alle Sinne und ist schon fast ein Garant für Entspannung. In der indonesischen Traditionsmedizin wird das balinesische Kräuteröl unter anderem bei Husten, Allergien, Schwindel, Migräne, Schlaflosigkeit, Bauchschmerzen und Asthma auf die betroffenen Körperstellen aufgetragen und einmassiert. Was steckt drin?

  • Teufelsbaum (alstonia scholaris) - Auf Bali wird Pule, so der indonesische Name, zur Herstellung heiliger Masken verwendet, die als Neutralisator negativer Energie wirksam sein sollen. Auch im Ayurveda kommt diese wertvolle Pflanze sehr oft zum Einsatz, z.B. bei Fieber, Hautkrankheiten, chronischen Geschwüren, Asthma, Bronchitis, Gebrechlichkeit und vor allem bei Magen-Darm-Beschwerden. Eine aphrodisierende, psychoaktive Wirkung wird der Pflanze ebenfalls zugesprochen. Von der oralen Einnahme wird jedoch dringend wegen der enthaltenen MAO-Hemmer abgeraten. MAO-Hemmer sind sehr gefährlich und können normale Lebensmittel zu Giften machen! Diese Wirkung tritt jedoch ausschließlich bei oraler Einnahme der Samen ein und diese werden zur Herstellung des Kräuteröl nicht verarbeitet. Außerdem trinkst du das Öl natürlich nicht, da Minyak Balur nur für die äußere Anwendung konzipiert ist. Das Kräuteröl ist also sicher und wunderbar geeignet, um die Haut streichelzart zu pflegen.


  • Sternanis (illicium verum) - Was in Indonesien als Bunga lawang bezeichnet wird, kennen wir in Europa aus der Weihnachtszeit. In der traditionellen chinesischen Medizin wird Sternanis in Wasser getaucht, um einen Tee zuzubereiten, der zur Behandlung von Atemwegsinfektionen, Übelkeit, Verstopfung und anderen Verdauungsproblemen verwendet wird. Echter Sternanis hat leicht krampflösende Eigenschaften und ist somit ideal für die Massage verspannter Muskeln geeignet.


  • Indonesische Pimpinella (Pimpinella pruatjan) - Wie auch die sehr viel bekanntere Anis-Pflanze stammt auch Prucoweng, so der traditionelle Name, aus der Familie der Pimpinella. Purcoweng wächst nur in den Bergen von Dieng und vermittelt in der Aromatherapie Leidenschaft und Begeisterung. Das seltene Kraut durfte einst nur von der javanischen Königsfamilie genutzt werden. Wie aus den Ergebnissen der Studien der Bogor Agricultural University ( IPB) aus dem Jahr 2007 hervorgeht, können alle Teile des Purwoceng verwendet werden, aber die größte Wirkung wird mit der Wurzel erzielt.


  • Japanischer Engelwurz (Angelica keiskei) - Die Blätter dieser Pflanze zeigen eine antioxidative

Wirkungen und sollen in der Traditionsmedizin Toxine im Körper neutralisieren. Ashitaba (jap.) wird auch als "Pflanze des Morgens" bezeichnet. Ashitaba wird in Asien bei Sodbrennen, Magengeschwüren, hohem Blutdruck, erhöhten Cholesterinwerten , Gicht , Verstopfung und Heuschnupfen sowie auch bei Flüssigkeitsretention, Blutgerinnsel und Lebensmittelvergiftung eingesetzt. Natürlich ist diese therapeutische Wirkung der Pflanze bei einem Körperöl zu vernachlässigen. Doch auch für die präventive Anwendung ist der japanische Engelwurz ideal! Ashitaba ist hierzulande noch recht unbekannt, enthält jedoch einige vielversprechende Inhaltsstoffe, die helfen, Stress abzubauen, Muskel- und Gelenkschmerzen vorzubeugen und das Immunsystem zu stärken. Der charakteristische Milchsaft des Ashitabas wird in Japan sogar als Verjüngungsmittel verwendet.