Warum Ayurveda?

Freiheit, Individualität, Natur, Gelassenheit, Erfüllung, Sinnhaftigkeit – daraus besteht der Cocktail, der uns glücklich macht. Ayurveda hilft dir, deinen eigenen "Glückscocktail" zuzubereiten.

natürliche Kräuter

Ayurveda bedeutet „Wissen vom Leben" und obwohl das indische, traditionelle Gesundheitssystem schon seit Jahrtausenden praktiziert wird, ist es heute angesagter denn je. Und das aus gutem Grund!

 

Viele Menschen verbinden Ayurveda mit  entspannenden Ölmassagen, vielleicht auch mit exotischen Köstlichkeiten oder sogar mit Yoga, obwohl dies zwei ähnliche und dennoch in sich eigene Systeme sind. Ayurveda ist viel mehr als Massagen und kochen. 

Der Ayurveda kennt Kayacikitsa (Innere Medizin), Shalyatantra (Chirurgie), Shalakyatantra (Erkrankungen von Kopf, Hals, Nase und Ohren), Bhutavidya (Psychiatrie), Balacikitsa (Kinderheilkunde und Schwangerschaft), Rasayana (Verjüngung), Vajikarana (Sexualheilkunde) und Agadatantra (Toxikologie). Angewendet werden kann Ayurveda 

  • kurativ/therapeutisch als ganzheitliche medizinische Therapie

  • psychologisch für Struktur und Stärke im Leben

  • präventiv als konstitutionsgerechtes Konzept für ein gesundes, langes Leben.

Ayurveda ist kein Hokuspokus

… sondern das älteste und bis heute aktive ganzheitliche Gesundheitssystem, dessen Ursprung bis ca. 5000 v.u.Z. zurückliegt. 

Ayurveda ist die Lehre vom langen, gesunden und glücklichen Leben. Entwickelt hat sich dieses zeitlose Wissen aus der Erfahrung und Beobachtung des Menschen und der Natur. In unserer modernen Leistungsgesellschaft ist dieses Wissen von besonderem Wert. Denn trotz Wohlstand, Technik und Aufklärung finden nur wenige Menschen wahre Gesundheit,  Zufriedenheit und Erfüllung. Sie hetzen von Termin zu Termin, leben über ihre persönlichen und ökologischen Verhältnisse und entfernen sich immer mehr vom dem, was ihnen wirklich gut tut. 
 

"Alles ist eins"

Schon früh haben die Ayurvedagelehrten erkannt, dass der Mensch mit der Welt  untrennbar verbunden ist. Soziale, kulturelle, individuelle und ökologische Faktoren bestimmen zu einem großen Teil unsere Existenz. Du bist, wie jeder von uns, Teil der Welt und daher bist du durch alles beeinflussbar: Tages-und Jahreszeit, Klima,  dein Umfeld, Zugang zu Wasser, Nahrung und Medizin - einfach alles ist in irgendeiner Form miteinander verbunden. Daher wird im Ayurveda stets auf diese und weitere Faktoren geschaut, um ein ganzheitliches Bild für das "Feintuning" möglicher Maßnahmen zu bekommen. Andere System versagen, weil sie oft nur isolierte Teilbereiche betrachten, z.B. wird in der Ernährungsberatung sehr gern pauschalisiert, dass diese oder jene Diät perfekt und für jeden Menschen richtig ist. Das stimmt so aber nicht, denn schon allein durch Alter, Bewegungspensum und den individuellen Stoffwechsel kann dem einen ein Nahrungsmittel gut tun und dem anderen überhaupt nicht.  Im Ayurveda gibt daher einen solchen Einheitsbrei nicht.

 

Ziel des Ayurveda ist die Entwicklung von Selbstkompetenz, um deine Gesundheit zu erhalten und deine Lebensführung so zu gestalten, dass du das Leben mit Freude erfährst.

Veränderung macht vielen Menschen etwas Angst. Der Ayurveda sieht von radikalen plötzlichen Veränderungen ab. Stattdessen kannst du Schritt für Schritt neue, gute Gewohnheiten entwickeln und in dein Leben integrieren. Und das klappt ohne Räucherstäbchen, ohne Dogmen und bei Bewusst.Gesund.Leben. wird auch keine fernöstliche Weltanschauung vermittelt. 

Mythos Ayurveda

Zugegeben, der Ayurveda erblüht in bildhaften, blumigen Beschreibungen. Gern übersetze ich dir den "Mythos Ayurveda" modern und einfach verständlich. 

Da fallen zum Beispiel Begriffe wie Atman oder Purusha, welche als "unvergängliche Seele" beschrieben werden. Verständlicher ausgedrückt "Atman" ist das Bewusstsein. Wenn von Nadis - davon gibt es 72.000 im menschlichen Körper - gesprochen wird, sind die Meridiane gemeint. Meridiane kennen die Meisten aus der Akupunktur. Das ayurvedische System ist jedoch noch älter und beeinflusste somit die Entstehung der chinesischen Akupunktur.

Shrotas sind die Kanäle der Körpergewebe, z.B. die Harn- und Darmwege, Arterien, Venen, Kapillaren und vieles mehr. Sehr oft stößt man im Ayurveda auf Agni, das Verdauungsfeuer - es bezeichnet sowohl die Fähigkeit der Verdauung als auch weitere Stoffwechselprozesse. Der Ayurveda beschreibt auch Marmapunkte - das sind Vitalpunkte am Körper, die den deutlich bekannteren Akupunkturpunkten ähneln (jedoch ist die Lehre der Marmapunkte sehr viel älter). Zu verstehen sind diese Punkte als physisch-psychische Nahtstellen, die oft dort liegen, wo Nerven, Gefäße, Sehnen, Gelenke und andere Strukturen aufeinandertreffen. Meist sind diese Punkte schmerzempfindlich und die  Verletzung mancher "Marmas" kann sogar zum Tod führen. 

Image by Chris Jarvis

Aus der modernen Physiotherapie sind die schmerzhaften Triggerpunkte bekannt - es handelt sich um Marmas, die dem Ayurveda schon vor langer Zeit bekannt waren. Die wohl bekanntesten -und besonders wichtige- Marmas sind die sagenumwobenen Chakras. Auch ein Chakra ist ein Vitalpunkt mit lebenswichtiger Bedeutung, z.B. Manipura (Solaplexus) und  Anahata (Herz). Ebenfalls sehr esoterisch klingen die oft zitierten "feinstofflichen Elemente". Die feinstofflichen Elemente können das seelische und körperliche Empfinden, Stoffwechselprozesse und vieles mehr beeinflussen. Auch wenn in manchen Kreisen gern ein großer Hokuspokus um diesen Begriff gemacht wird, feinstofflich ist einfach das, was für unser Auge unsichtbar und auch nicht greifbar ist:  z.B. Hormone, Botenstoffe, Wirkstoffe in Substanzen, Nährstoffe, Bakterien, Viren. 

Trotz der "Entmystifizierung" des Ayurvedas umfasst dieses System auch Bereiche und Aspekte der psychischen und körperlichen Funktionen und Wechselwirkungen, die mit westlich-wissenschaftlichen Maßstäben (derzeit) nicht erfasst und beschrieben werden können. 

"Ayurveda ist das, was mit gutem und schlechtem, glücklichem und unglücklichem Leben zu tun hat, den Dingen, die es fördern und die es nicht fördern, den (jeweils dafür erforderlichen) Maßnahmen und der eigentlichen Natur des Lebens."

 Caraka Samhita Sutrasthana 1:41 (1)

Ein wichtiger ayurvedischer Begriff ist "Prakriti". Prakriti ist die unveränderliche Urnatur eines jedes Menschen, dein wahres Selbst. Was höchst spirituell klingt, ist aus westlicher Perspektive dein DNA-Profil. Bereits vor Jahrhunderten erkannten die indischen Gelehrten, dass bestimmte Veranlagungen von den Eltern an ihre Kinder weitergegeben werden. Augen-und Haarfarbe, bestimmte Charaktereigenschaften, Talente, Körperformen und vieles mehr werden schon vor der Geburt eines Kindes festgelegt. Natürlich konnte damals Genetik noch nicht so entschlüsselt werden, wie es moderne Wissenschaftler heute können. Dennoch war es im Ayurveda möglich, bestimmte -wie wir heute wissen genetisch geprägte- Eigenschaften, Bedürfnisse, Talente und Lebensweisen in eine logische Verbindung für ein gesundes Leben zu setzen. 

Die individuelle, einmalige Konstitution eines Menschen ergibt sich aus der Gesamtheit angeborener und erworbener körperlicher und psychischer Merkmale. Ayurvedisch ausgedrückt ist die Prakriti dein persönlicher "Dosha-Code". Auf den Begriff "Dosha" bist du vielleicht schon gestoßen. Die Doshas sind drei biologische Funktionsprinzipien, die zu unterschiedlichen Anteilen in jedem Menschen wirken. Sie formen deine Prakriti, deren Analyse zu einer besseren Selbsteinschätzung verhilft. Wer seine Stärken und Schwächen kennt, kann sich diese nutzbar machen, um zufrieden zu leben und seine Ziele zu erreichen. Im Ayurveda werden diese und weitere Faktoren zur Auswahl von Empfehlungen der Ernährung, Lebensweise, Präventionsmaßnahmen, Bewegungs- und Entspannungsformen, unterstützenden Kräutern und vielem mehr herangezogen. 

Die Doshas

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VATA - Das dynamische Bewegungsprinzip

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Pitta - Das feurige Transformationsprinzip

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Kapha - Das geerdete Stabilitätsprinzip

Im Ayurveda wird die Verbindung von Anatomie, Physiologie und Psychologie mit Hilfe der Doshas hergestellt. Alle drei dieser Funktionsprinzipien wirken in einer stets ganz individuellen Zusammenstellung in jedem Menschen. Wer seine Konstitution kennt, akzeptiert und  berücksichtigt, kann gelassener und freudvoller durch das Leben gehen. 

 

Zum Beispiel macht das ruhige, schwere Kapha-Dosha müde und sorgt für Schlaf, Gewichtszunahme und den Aufbau aller Körperstrukturen. Somit ist Kapha auch an Regenerationsprozessen beteiligt. Pitta ist feurig und aktiv. Damit sorgt dieses Wirkprinzip für Antrieb. Zum Beispiel treibt es den Menschen an zu essen. Das Vata-Dosha ist beweglich und manchmal nervös. Vata drückt sich in Kreativität und Neugier aus. 

Die Doshas sind kein starres, sondern ein dynamisches Konzept, dass aus den Fugen geraten kann.  Geschlecht, Alter, Stimmungen, Klima, Wetter, Tageszeiten, Nahrungsmittel, Schlafmangel, Stress, die Art wie ein Mensch denkt und lebt - vieles kann die Doshas beeinflussen. Das bedeutet, es kann einen Überschuss oder einen Mangel eines oder mehrerer Doshas geben. So entstehen Alltagsbeschwerden und Unwohlsein, die sich mit ayurvedischen Maßnahmen sehr gut wieder ausgleichen lassen. Bleiben sie jedoch unbeachtet, können daraus therapiebedürftige Krankheiten entstehen. In der modernen Wissenschaft findest du Parallelen unter anderem in der Epigenetik. 

Verträgst du Kälte oder Hitze besser? Bist du schnell gereizt oder der Fels in der Brandung? Bekommst du von Rohkost oder von Eiern Blähungen? Joggst du gern oder machst du lieber Yoga? Ist deine Haut eher trocken oder hast du Cellulite oder vielleicht Akne? Du siehst, Menschen sind sehr verschieden. Dementsprechend ist es nur selten von Erfolg gekrönt, wenn für jeden Menschen die gleichen Programme abgespult werden. Genau deshalb versagen so viele Ernährungspläne und Fitnessprogramme, ja sogar die Berufswahl und Liebesbeziehungen -  weil die Konstitution des jeweiligen Menschen missachtet wird. Es gibt keine Schablone, in die alle Menschen passen und schon gar keine, in der sich alle wohlfühlen. Der Ayurveda berücksichtigt diese einmalige Individualität jedes Menschen. 

Indian Gericht

Ernährung (Annavijnana)

 "Du bist, was du isst" - schon mal gehört, oder? Im Ayurveda nimmt die Ernährung einen hohen Stellenwert ein, denn Nahrung und Gesundheit sind untrennbar miteinander verbunden. Alles, was wir zu uns nehmen, versorgt jede Zelle im Körper mit Nährstoffen und Energie, damit die Körperfunktionen kraftvoll funktionieren. Was wir essen, beeinflusst nicht nur Kraft und Körpergewicht, sondern auch die Hormone und somit wie wir uns fühlen, wie schnell wir uns erholen, wie wir mit Belastungen umgehen uvm. Ernährung ist also viel mehr als einfach nur "satt werden".

 

Der Ayurveda unterscheidet nicht nur den Geschmack, sondern zwischen der geistigen, emotionalen und körperlichen Wirkung der Nahrungsmittel. Dementsprechend wird nicht nur die Auswahl und Kombination, sondern auch die Art der Zubereitung an der individuellen Konstitution ausgerichtet. Der Speiseplan wird nach den individuellen Bedürfnissen auf die Erneuerung der Körpergewebe, zur Heilung, zum Glücklichsein oder auf die persönliche Entwicklung abgestimmt. 

Im Ayurveda werden keine Kalorien gezählt. Stattdessen wird auf die Zufuhr von Vitaminen, Proteinen, den richtigen Fetten und allen anderen Nährstoffen geachtet. Auch die Nahrungsqualität ist wichtig. So soll die ayurvedische Ernährung reizarm, nährstoffhaltig, bekömmlich und gut verdaulich sein. Auf diese Weise kann sie seelische und körperliche Harmonie fördern. 

Natürlich bietet der Ayurveda indische und exotische Rezepte. Doch auch hier ist der Ayurveda sehr flexibel. Mit heimischen und regionalen Zutaten werden die gleichen tollen Ergebnisse erzielt, wie mit fernöstlichen Kräutern und Gewürzen. 

 

Übrigens ist die klassische Ayurvedaernährung nicht vegetarisch. Fleisch wird zum Beispiel bei körperlicher Schwäche empfohlen (wie die berühmte Hühnersuppe bei Erkältungen). Die rein vegetarische Ernährung ist die der Yogis, nicht des Ayurveda. Natürlich darf in unserer heutigen Zeit hinterfragt werden, ob Fleischverzehr bei den bekannten Nachteilen der Massentierhaltung sowie der Fülle an Nahrungsmitteln überhaupt noch nötig ist. 

Ayurveda bei Bewusst.Gesund. Leben.

Der Ayurveda bietet eine Vielzahl an unterstützenden Maßnahmen, um lösungs- und ressourcenorientiert deine Ziele zu erreichen. Zu dir passende, gut umsetzbare und alltagstaugliche Maßnahmen erleichtern dir den Einstieg auf deinem Weg zu einem gesunden, bewussten Leben. Ganz ohne esoterischen Schnickschnack können wir gemeinsam planen, was du brauchst, um dorthin zu kommen, wo du hin willst. Mögliche Bereiche, die damit bearbeitet werden können, sind:

  • Ernährung

  • Detox-Kuren

  • Sanftes Fasten

  • Die richtige Bewegung 

  • Fitness und Beweglichkeit erhalten/steigern

  • Gesundheitspflege

  • Wohnen/Leben/Arbeiten

  • Bewusstsein & Persönlichkeit

  • Beziehungen

Hier verschmelzen die besten Methoden eines ganzheitlichen Gesundheitssystems mit modernen Aspekten, um dir ein Wohlfühl- und Gesundheitsmanagement zu ermöglichen, dass wirklich zu dir passt und auch noch Spaß macht! 

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