10 Tipps bei STRESS AM ARBEITSPLATZ


Stress macht krank. Das weißt du bestimmt schon. Überzogene Ziele, wachsender Zeitdruck oder zu viele Überstunden gehören zu den häufigsten Stressoren auf der Arbeit. Hier sind ein paar praktische Tipps, wie du Stress vermeidest oder reduzierst:

1. Be real!

Setze dir realistische Ziele. Es bringt einfach nichts völlig überzogene Ziele krampfhaft umsetzen zu wollen. Erreichst du diese unrealistischen Ziele nicht, führt das wiederum zu Frust und noch mehr Druck. Also, be real!


2. Prioritäten setzen

Zu viele Aufgaben auf einmal? Du wirst erschlagen von der Fülle deiner Aufgaben? Priorisiere deine Aufgaben nach Wichtigkeit und Termin. Nicht alles muss und kann sofort erledigt werden. Frage dich, welche Aufgaben haben hohe Priorität und bedürfen der sofortigen Erledigung? Welche Aufgaben haben etwas mehr Zeit, und können gegebenenfalls auch in der kommenden Woche erledigt werden? Eine to-do-Liste mit realistischer Zeitsetzung kann hilfreich sein.

3. NEIN!

Du kannst es nicht jedem Recht machen und ja, es ist toll, Kollegen zur Seite zu stehen. Hilfsbereitschaft ist eine wünschenswerte Eigenschaft. Lass dir das nicht nehmen. Aber lass dich auch nicht ausnutzen und zieh klare Grenzen. Auch deinem Boss darfst du „Nein“ sagen, wenn dir Aufgaben zugeteilt werden, die im gesetzten Zeitraum nicht zu realisieren sind. Übernimmst du solche Aufgaben und bist überlastet, wirst du deinen Job nicht zufriedenstellend machen. Und zack, Frust und Stress sind garantiert. Lerne „Nein“ zu sagen.


4. Das Thema mit der Ordnung & Struktur

Ja, es gibt Menschen, die auch im größten Chaos den Überblick behalten. Wer nicht über die Gelassenheit eines Schaukelpferds verfügt, kann den tägliche Arbeitsstress durch eine gute Organisation und Struktur mildern. Plane feste Termine für die Erledigung deiner Aufgaben soweit dies in deinem Beruf möglich ist. Wenn möglich, erarbeite dir einen Wochenplan. Anhand des Plans kannst du mögliche Engpässe schnell identifizieren und rechtzeitig nach Alternativen suchen. Damit schaffst du feste Zeitfenster für Routinearbeiten und behältst du den Überblick und die Kontrolle. Achtung, lasse dabei Raum für ungeplante Tätigkeiten. Trotz aller Struktur muss ein Maß an Flexibilität erhalten bleiben, sonst wird’s an anderer Stelle bloß wieder stressig.


5. Keep calm & fokussiere!

Leichter gesagt als getan? Ja, das mag stimmen. Gelassen zu bleiben ist jedoch einfach ein Schlüsselpunkt. Denn entspannte Menschen denken kreativer (lösungsorientierter) und handeln sicherer. Niemand kann alles gleichzeitig erledigen. Arbeite daher lieber einen Punkt nach dem anderen ab. Multitasking ist unsinniger Mythos. Wer versucht, alles gleichzeitig zu machen, arbeitet unkonzentriert und ineffizient. Richte deine ganze Aufmerksamkeit auf diese eine Aufgabe, an der du gerade arbeitest. Reduziere Ablenkungen soweit es in deinem Beruf möglich ist. Übrigens können auch Entspannungs- und Achtsamkeitsübungen helfen den Geist zu fokussieren und somit konzentrierter zu arbeiten.


6. Denke positiv

Schon mal gehört, gell? Nein, gemeint ist nicht die Realitätsverweigerung der „Alles-ist-Licht-Liebe-Fraktion“. Viel mehr ist eine grundsätzlich positive Haltung gemeint. Humor behalten. Bereits geschafftes wertschätzen. Freundlich und achtsam mit sich selbst umgehen. Zwischendurch mal aus dem Fenster schauen und feststellen, dass das Leben eben doch viel Schönes bereit hält. Einfach mal die Schultern absinken lassen, durchatmen und Lächeln. Dankbar sein für das, was bereits gut ist. Und vielleicht auch einfach mal über die Macken von Kollegen hinwegsehen.


7. Pausen machen

Wenn der Tank vom Auto leer ist, wird getankt. Wenn der Handyakku leer ist, wird aufgeladen. Genauso solltest du auch mit dir selbst umgehen – jedoch bevor dein „Akku“ leer ist. Mach regelmäßige Pausen, denn nur so kannst du deine körperlichen und geistigen Ressourcen optimal einteilen. Niemand bekommt einen Pokal, wenn er sich völlig erschöpft. Wer keine Pausen macht, bringt schlechtere Leistung und benötigt länger, um die ihm übertragenen Aufgaben auszuführen. Ob eine Ruhepause oder eine eher aktive Bewegungspause das Richtige ist, hängt viel davon ab ob du eher körperlich oder im Büro arbeitest. In jedem Fall sind Pausen am Bildschirm und am Handy ungeeignet, um wieder Kraft zu tanken.


8. Freizeitausgleich

Du lebst nicht, um zu arbeiten. Du arbeitest, um zu leben. Lies das noch mal und lass es einen Moment sacken. Umso besser du in deiner Freizeit abschalten kannst, umso leichter wirst du mit beruflichem Stress umgehen können. Ein Hobby oder Sport (o.ä.), Entspannungsphasen und ein gesundes Sozialleben bilden gute Grundpfeiler, um Stress zu reduzieren.

9. Schlaf & Ernährung

Wie essentiell Schlaf für die Gesundheit und Leistungsfähigkeit ist wird immer noch stark unterschätzt. Im Schlaf verarbeitest du nicht nur die Tageseindrücke. Auch alle Regenerations-, Heilungs- und Wachstumsprozesse finden im Schlaf statt. Achte daher auf ausreichend und qualitativen Schlaf. Wie viele Stunden Schlaf ein Mensch braucht ist individuell. Wichtig ist, dass du dich danach fit und erholt fühlst. Gestresste Menschen neigen häufig zu ungesunden Essgewohnheiten. Unregelmäßiges Essen und eine schlechte Nährstoffzufuhr führen zu noch mehr Unkonzentriertheit und Heißhungerattacken. Wer abends zu viel in sich rein stopft, riskiert einen schlechten Schlaf. So beginnt der Teufelskreis von Stress und Unwohlsein. Iss regelmäßig, iss gut und vermeide schwere Mahlzeiten in der Mittagspause sowie kurz vorm Schlafen.

10. Lass dauerhafte Überbelastung nicht zu

In fast jedem Beruf kommt es vor, dass gelegentlich Überstunden gemacht werden müssen. Solange das nicht die Regel wird, ist das in Ordnung. Wenn du permanent Überstunden leistet, wirst du früher oder später an deine Grenzen stoßen und kannst mit ernsthaften gesundheitlichen Folgen rechnen – von Erschöpfung, Konzentrationsdefiziten über Leistungsabfall, Verdauungsproblemen, Schmerzzuständen, Kopfweh bis hin zu Depression und Burnout. Statt ständig übermäßig viel zu schuften, such -ggf. auch zusammen mit Kollegen oder Vorgesetzten- nach Lösungen, um ein zumutbares Arbeitspensum zu etablieren.