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Pflanzen Power auf dem Teller

Ob roh oder gekocht gegessen, zur Säften und Smoothies verarbeitet, als Tee, Öl oder Gewürz - Pflanzen sind schon immer ein essentieller Teil der Ernährung der Menschen. Pflanzen liefern uns Kohlenhydrate, Proteine, Fette, Vitamine, Mineralstoffe und natürlich Wasser. Darüber hinaus sind die sogenannten sekundären Pflanzenstoffe zu erwähnen.


Sekundäre Pflanzenstoffe sind Substanzen, die von Pflanzen produziert werden und somit natürlicher Bestandteil unserer Nahrung sind. Diese Stoffe haben verschiedene Aufgaben - sie dienen als Aroma- und Botenstoffe, verpassen Obst und Früchten ihre Farben und wehren Fressfeinde Bakterien sowie Pilze ab. Derzeit sind rund 100.000 sekundäre Pflanzenstoffe bekannt. Sie zählen zwar nicht zu den essenziellen Nährstoffen des Menschen, jedoch können sie unsere Stoffwechselprozesse und Gesundheit beeinflussen. Dementsprechend werden ihre gesundheitsfördernde Eigenschaften diskutiert. Eine pflanzenbetonte Ernährung gewinnt immer mehr an Bedeutung, denn die vielen wertvollen Inhaltsstoffe der Pflanzen helfen dein Immunsystem zu stärken und können die Prävention von Krankheiten unterstützen.


Natürlich können an dieser Stelle nicht all die vielen tollen Kräuter, Gemüse und Früchte genannt werden. Für einen ersten Einblick, bekommst du hier eine kleine Auswahl an Pflanzen, die deiner Gesundheit gut tun:


Petersilie

Ob krause oder glatte Blätter - das beliebte Küchenkraut ist ein kleines Vitalstoffwunder. Neben vielen gesundheitsfördernden sekundären Pflanzenstoffen punktet "Peterli" auch mit große Mengen an Vitaminen (A und B) sowie Kalzium, Folsäure, Magnesium, Eisen, Kalium und Schwefel. Der Vitamin C-Gehalt der Petersilie ist dreimal höher als der einer Zitrone. Das enthaltene, ätherische Öl wirkt Sodbrennen entgegen und bindet unangenehme Körper- oder Mundgerüche.


Meerrettich

Meerrettich wirkt durchblutungsfördernd und krampflösend und regt die Gallen- und Lebertätigkeit an. Verantwortlich dafür sind die Glucosinolate (Senfölglykoside). Sie gehören zu den sekundären Pflanzenstoffe und dienen der Pflanze selbst als Schutz vor Fressfeinden. Glucosinolate wirken erst, wenn sie durch Schneiden oder Kauen aufgebrochen und durch pflanzeneigene Enzyme in leicht flüchtige Senföle umgewandelt werden. Senföle sind fettlöslich und können gut vom menschlichen Organismus aufgenommen werden. Außerdem wirken Senföle gegen Pilze und Bakterien und werden daher in der Naturheilkunde bei Blaseninfektionen oder Erkältungen eingesetzt.

Zitronen, Grapefruit und Limetten

Naringenin und Hesperidin sind in Zitrusfrüchten vorkommende Flavonoide. Sie besitzen eine antioxidative und lipidsenkende Wirkung. In Tierversuchen zeigte sich außerdem entzündungshemmende und schmerzstillende Eigenschaften. Außerdem sind diese Substanzen in der Lage den Cholesterinspiegel und den Triglyceridspiegel im Blut zu senken.


Kakao

Auch dunkle Schokolade mit 85% Kakaoanteil enthält viele Polyphenole und Antioxidantien. Der Bitterstoff Catechin wirkt zell- und gefäßschützend und hat einen positiven Einfluss auf die Cholesterinwerte. Insgesamt ist Kakao also gut fürs Herz. Magnesium, Mangan, Kupfer sowie Eisen sind ebenfalls als Bestandteile des Kakaos zu nennen. Außerdem ist Kakao wegen des enthaltenen Theobromin ein super Wachmacher.


Kurkuma

Schon seit Jahrtausenden wird die Wurzel der Kurkumapflanze, die zu den Ingwergewächsen gehört, in der fernöstlichen Heilkunde nicht nur als Gewürz, sondern auch medizinisch eingesetzt. Kurkumin (auch Curcumin) heißt der orangefarbene Farbstoff, der verdauungsfördernd und entzündungshemmend wirkt. Auch er zählt zu den sekundären Pflanzenstoffen Curcumin bindet sich an Enzyme, die an Entzündungsvorgängen im Körper beteiligt sind, und blockiert diese.


Chili

Die beliebte und oft auch gefürchtete Schärfe der Chili-Früchte stammt von dem enthaltenem Capsaicin. Chili wird eine schmerzhemmende, stoffwechselanregende und durchblutungsfördernde Wirkung zugesprochen. Capsaicin beschleunigt die Fettverbrennung, denn der Scharfmacher steigert die Wärmeproduktion (Thermogenese) und somit ganz natürlich auch den Kalorienverbrauch. Darüber hinaus regt Capsaicin die Schleimsekretion des Magens an und schützt auf diese Weise dessen Schleimhaut vor irritierenden Substanzen.