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Abnehmen - wir entlarven 6 Mythen

  • 5. Okt. 2023
  • 4 Min. Lesezeit

Abnehmen ist einer von vielen Hauptgründe, warum sich Menschen für eine Diät oder ein Fitnessprogramm entscheiden. Dabei tauchen sehr oft die gleichen Fragen auf, denn der ein oder andere hat bereits im Internet "recherchiert". Leider stimmen viele Aussagen darüber, wie man am effektivsten Gewicht verliert, schlicht nicht. Dadurch verbrennen etliche Menschen zwar viel Geld, aber leider kein Fett. Wir gehen sechs der häufigsten Abnehmmythen auf den Grund.



🚫 Mythos: Detox und Fasten macht schlank.

Unzählige Internetseiten und Diät-Ratgeber versprechen, dass Detoxkuren oder Fasten schlank macht. Stimmt jedoch nicht. Hartes Fasten kann sogar schädlich sein und führt in vielen Fällen zu einer Gewichtszunahme nach der Fastenzeit. Korrekt eingesetzt können manche Fastenmethoden und auch Entlastungstage ("Detox") ein sehr guter Start sein, quasi ein kleiner "Reset". Aber solche Anwendungen sind eben nur ein Start. Wer danach ungesund und übermäßig weiter mampft, gewinnt rein gar nichts.

✅ Abnehmen funktioniert ausschließlich durch ein Kaloriendefizit, welches über einen bestimmten Zeitraum gehalten werden muss.

Zugegeben, Kalorien zählen finden viele Menschen lästig. Natürlich gibt es kleine Tricks, mit denen man das Tracken umgehen kann, z.B.:

  • Kauen statt Smoothies (lieber eine Gemüsebowl essen statt den Obstsmoothie trinken)

  • Flüssige Kalorien vermeiden (Wasser und Tee statt Soda & Saft trinken)

  • Einfaches Tracken (Abwiegen oder in Portionen essen etc.)

  • Etabliere eine regelmäßige Routine in deiner Ernährung. (Wir helfen dir gern dabei!)

💡Weniger Kalorien = mehr Hunger?

Kalorien sind keine Nährstoffe. Wer rechnerisch die passende Menge an Energie (Kalorien) aufnimmt, kann im ungünstigsten Fall trotzdem hungrig bleiben. Das betrifft vor allem Lebensmittel, die Zucker oder Getreideenthalten sowie Getränke und industriell verarbeitete Produkte.

Wer sich hungrig oder schlapp fühlt, wird seine Abnehmziele vermutlich schneller hinschmeißen. Daher sind nicht nur die Kalorien zu beachten, sondern auch die Nährstoffe. Mit der richtigen Kombination der Nahrungsmittel werden wichtige Nährstoffe abgedeckt, du fühlst doch kraftvoll, bleibst gesund und nimmst ab.


💡Übrigens kann ein zu großes Kaloriendefizit das Abnehmen blockieren, denn wenn der Körper glaubt, er befinde sich in einem Notzustand, wird er jedes Fettpölsterchen festhalten, damit du nicht "verhungerst".



🚫 Mythos: Fatburner-Pillen, Pulver und Nahrungsergänzungsmitteln schmelzen die Fettpolster.

Ja, es klingt verlockend. Doch all die Shakes, Pillen und Pulver ersetzen Bewegung, eine angepasste Ernährung und sinnvolle Regenerationsphasen einfach nicht. Hinzukommt, dass viele dieser Wunderpülverchen oft überflüssige (z.B. Aromen, künstliche Süßstoffe etc.) oder sogar problematische Inhaltsstoffe wie z.B. gentechnisch veränderter Soja oder Chlorat enthalten. (Chlorate können zu Jodmangel und somit zu Schilddrüsenerkrankungen führen).


✅Statt sich der Illusion hinzugeben, nichts für den Erfolg tun zu müssen, ist es sinnvoller, die Details auf deinem Weg zum Wunschgewicht zu optimieren. Guter Schlaf, Stressbewältigung und Selbstfürsorge spielen dabei eine wichtige Rolle.



🚫 Mythos: Umso mehr Cardio, umso schneller purzeln die Kilos.

Auch diese Aussage verblasst im Licht der Wahrheit ganz schnell. Natürlich hat Ausdauertraining (Cardio) einige positive Vorteile:

  • Erhöhung des Lungenvolumens

  • Bessere Versorgung des Organismus mit Sauerstoff

  • Stärkung des Herz-Kreislaufsystems

  • Senkung der Herzfrequenz bei zeitgleich zunehmendem Schlagvolumen

  • Verbesserung der Durchblutung

  • Verbesserung der kognitiven Funktionen

  • Steigerung der Lebensqualität

Trotz der bekannten Vorteile kann ein Übermaß an Cardio so viel Stress auf den Körper ausüben, dass es mit dem Abnehmen nicht mehr klappt. Steht der Körper unter Stress, hält er das Fettgewebe besonders fest. Der Grund dafür ist die übermäßige Ausschüttung des Stresshormons Cortisol und der Botenstoff Neuropeptid Y. Neuropeptid Y und sein Rezeptor werden durch Stress aktiviert und führt zur Bildung von Fettgewebe. Ergo, exzessives Cardiotraining kann sogar zu einer Gewichtszunahme führen.

Cortisol fördert den katabolen Prozess, wodurch keine neuen Muskeln aufgebaut werden. Mehr Muskeln bedeutet jedoch, dass du auch im Ruhezustand automatisch mehr Kalorien verbrauchst.

✅Natürlich heißt das nicht, dass du von nun an gar kein Cardio trainieren sollst. Auch harte Trainingseinheiten sind völlig in Ordnung, wenn du deinem Körper genug Zeit gibst, sich zu erholen und deinen Trainingsplan sinnvoll und zielführend zu gestalten.


🚫Mythos: Jeden Tag eine Stunde ins Fitnessstudio reicht.

Abgesehen davon, dass es gar nicht erforderlich ist, sieben von sieben Wochentagen im Gym zu schwitzen, wird der Effekt von Alltagsbewegung immer noch völlig unterschätzt. Gerade jene Menschen, die tagsüber stundenlang sitzen, werden es schwerer haben abzunehmen, als Menschen, die im Alltag mehr auf den Beinen sind.


Wenn du sitzt (inaktiv bist) wird die Produktion von Lipasen gehemmt. Lipasen sind Verdauungsenzyme, die in der Bauchspeicheldrüse gebildet werden und über die Nahrung aufgenommene Fette abzubauen. Sitzt du nun in deinem Job besonders viel, dann sieht dein Organismus keinen Grund diese Enzyme in ausreichender Menge zu produzieren - ohne ausreichend Bewegung muss schließlich keine Energie aus Fettzellen verbraucht werden. Ergo, die Fettverstoffwechslung wird gestört und es klappt nicht mit dem Abnehmen.

Gut zu wissen: Bestimmte Medikamente und Substanzen (z.B. Thyreoidin, Thyronin, Dijodtyrosin, Prostaglandine, Betablocker), Alkohol und Nikotin hemmen ebenfalls die Aktivität der Enzyme, die am Fettstoffwechsel beteiligt sind.

✅Für Vielsitzer ist es daher besonders wichtig, regelmäßig aufzustehen und sich zu bewegen. Kleine Aktivpausen (z.B. ein kurzes Büro-Yoga, etwas Stretching oder einmal um den Block laufen) lassen sich sehr gut in den Arbeitsalltag einbinden.


💡Versuche dein Bewegungspensum im Alltag zu erhöhen: Nimm die Treppen statt den Fahrstuhl, nimm das Fahrrad statt dem Auto usw. Mit einem Fitnessarmband behältst du den Überblick, ob du ein solides Tagesziel von 10.000 Schritten erreicht hast. Tatsächlich verbrennst du dabei einen ganzen Haufen Kalorien und unterstützt deinen Abnehmprozess enorm.


🚫Mythos: Krafttraining ist nur für Bodybuilder.

Natürlich sollte jeder Mensch den Sport ausüben, der zu ihm passt und ihm vor allem Spaß macht und niemand muss zum klassischen Bodybuilder mit riesigen Muskelbergen werden. Krafttraining bleibt dennoch die effektivste Sportart, um das Abnehmen zu unterstützen.

✅Je mehr Muskelmasse du hast, desto mehr Kalorien verbrennt dein Körper. In den Muskeln befinden sich Mitochondrien, die "Kraftwerke" der Zellen, welche dafür verantwortlich sind, Energie zu gewinnen. Sogar im Ruhestand verbraucht ein muskulöser Körper mehr Energie als ein schlanker Mensch mit geringerer Muskelmasse.


🚫Mythos: Bloß keine Kohlenhydrate, bloß kein Fett essen!

Na, du bist sicher auch schon über die "Low-Carb" und "Zero-Fat"-Diätversprechen gestolpert. Obwohl

Kohlenhydrate in der Regel die ersten Nährstoffe sind, die beim Abnehmen reduziert werden, sollten sie nie völlig vom Speiseplan gestrichen werden. Noch weniger empfehlenswert ist eine Null-Fett-Diät, denn gesunde Fette sind für uns lebenswichtig. Die Spitzer der Abnehmmythen erklimmen wir, wenn selbsternannte Gurus bestimmte Nahrungsmittel verbieten. Plötzlich dürfen keine Kartoffeln, Tomaten oder Bananen mehr gegessen werden.

✅Statt auf Verbote und Frust beim Essen setzen wir auf eine flexible und personalisierte Ernährungsumstellung. Eine vielseitige Ernährung versorgt dich mit allen notwendigen Nährstoffen, damit dein Organismus gesund bleibt. Behalte dabei die Portionsgrößen und die Gesamtkalorienaufnahme im Auge.


Fazit

Nachhaltige Gewichtsabnahme ist ein Marathon und kein Sprint. Verfolge echte Strategien statt Mythen!

Und wenn du dir Unterstützung auf deinem Weg zum Wunschgewicht wünschst, dann lass gern von dir hören.


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