top of page

Soja - Wunderbohne oder Sondermüll?

Soja und mit Soja angereicherte Lebensmittel sind nicht nur in veganen Kreisen ein großer Trend. Auch andere umwelt- und gesundheitsbewusste Menschen, Sportler und Frauen in den Wechseljahren greifen zur Proteinquelle Soja.

Woher stammt die Sojabohne?

Die Sojapflanze gehört zur Familie der Hülsenfrüchte und zur Unterfamilie der Schmetterlingsblütler. Vermutlich wurde die Sojabohne bereits vor 5.000 Jahren in China angebaut und verbreitete sich über Japan und Südostasien. Erst im 18. Jahrhundert wird Soja in den westlichen Ländern erwähnt und erst nach dem 2. Weltkrieg erlangt sie den Ruhm des Eiweißlieferanten. Als Ölquelle für Margarine und als Futter bei der Tiermast ist Soja heute kaum noch wegzudenken.



Problematisch: die Art des Anbaus

Insbesondere in Südamerika werden die Pflanzen in riesigen Monokulturen kultiviert und drängen dadurch

schützenswerte Regenwaldflächen unnachgiebig zurück. Dabei handelt es sich überwiegend um gentechnisch veränderte Sojabohnen von Unternehmen wie dem in massiver Kritik stehendem Konzern Monsanto.


Seit 1996 ist gentechnisch verändertes Sojasaatgut auch in Europa zugelassen. Sojaprodukte für den menschlichen Verzehr kommen nach Angaben der Hersteller wie z.B. Alpro meist aus Europa.

Etwa 80 % der weltweiten Sojaernte besteht bereits heute aus gentechnisch

veränderten Sojabohnen. In Amerika sind es sogar an die 90 %, in Argentinien wird bis auf 1 % ausschließlich Gen-Soja angepflanzt. Nachgewiesen ist, dass diese Pflanzen gegen bestimmte Herbizide resistent sind, jedoch immer mehr Herbizide zum Einsatz kommen und somit Boden und Grundwasser schädigen. Landbau muss nachhaltig und umweltverträglich sein, denn nur dies garantiert den Erhalt der Arten und der Sortenvielfalt. Natürliche Lebensräume sind schützenswert, nicht nur für unsere Generation, sondern auch für alle nachfolgenden. Sojakonsum und ein umweltbewusstes Leben lassen sich nur schwer vereinen.

Auch die Folgen für uns Menschen sind nicht kalkulierbar, denn wie sich der Verzehr gentechnisch veränderter Pflanzen auf die menschliche Gesundheit auswirkt, wird nicht untersucht. Vermutet wird jedoch, dass mit gentechnisch die Entstehen neuer Allergien und weiterer Antibiotikaresistenzen begünstigt werden. Die in den gentechnisch veränderten Pflanzen enthaltene Antibiotikaresistenzgene können sich auf Bakterien im menschlichen Darm übertragen. Dadurch besteht das Risiko, dass immer mehr Antibiotika unwirksam werden.


Soja
Foto: Meredith Petrick on unsplash


Was steckt in der Sojabohne?

Soja ist weltweit bekannt als hervorragender Eiweiß-Lieferant. Außerdem bietet die Sojabohne auch einen hohen Anteil an Mineralstoffen wie Magnesium, Eisen, Zink und Kalium und Vitamine Vitamin E und verschiedene B-Vitamine. Sojabohnen sind zudem frei von Cholesterin. Hier findest du eine Auflistung der Inhaltsstoffe pro 100g getrocknete Sojabohnen:

• Energiewert: 322 Kcal / 1.364 KJ • Wasser: 8,5 g • Eiweiß: 33,7 g • Fett: 18,1 g • Kohlenhydrate: 6,1 g • Ballaststoffe: 15,2 g • Carotinoide: 0,38 mg • Niacin: 2,5 mg • Panthothensäure: 1,9 mg • Natrium: 4 mg • Kalium: 1.740 mg • Kalzium: 255 mg • Magnesium: 245 mg • Eisen: 8,6 mg • Phosphor: 590 mg • Vitamin B1: 1 mg • Vitamin B2: 0,5 mg • Vitamin B6: 1,2 mg Getrocknete Sojabohnen werden übrigens ähnliche wie andere Hülsenfrüchte, bspw. Bohnen, Kichererbsen, etc. zubereitet.


Was die Nährstoffangaben nicht verraten