Sprossen - knackig, gesund oder nicht?


Im Internet sind immer wieder Meldungen zu EHEC Infektionen durch Sprossen wahrzunehmen. EHEC steht für enterohämorrhagische Escherichia coli. Diese Bakterien befinden sich im Darm von Wiederkäuern wie Rindern, Schafen, Ziegen, Rehen oder Hirschen. Kommen Menschen mit diesem Bakterien in Kontakt kann dies zu wässrigen Durchfällen, Übelkeit und Bauchschmerzen führen. In extremen Fällen kann die Erkrankung allerdings einen lebensbedrohlichen Verlauf nehmen und sich zu einer blutige Darmentzündung entwickeln. Das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) hat daher zwischenzeitlich von dem Verzehr von rohen Sprossen abgeraten. Da vermutet wurde, dass der Erreger möglicherweise schon im Saatgut steckt, galt diese Warnung auch für selbstgezogene Sprossen. Die letzte Warnung liegt jedoch 10 Jahre zurück. Sprossen dürften also wieder gefahrlos verzehrt werden.


Sprossen, also die wenige Tage alten Keimlinge von Saaten, gelten als kleine Gesundheits-Wunder. Die kleinen zarten Keimlinge enthalten den gesamten Nahrungsvorrat, der für die Entwicklung des in der Schale liegenden Pflänzchens notwendig ist. Ihr Gehalt an Mineralstoffen, Vitaminen, Ballaststoffen, Antioxidantien und sekundären Pflanzenstoffen ist daher relativ groß. Enthaltene Enzyme sorgen zudem dafür, dass die Mikronährstoffe besonders leicht vom Körper aufzuschließen sind. Je nach Pflanzenart und enthaltenen Inhaltsstoffen können Sprossen antioxidativ, entzündungs- und krebshemmend wirken, stärken das Immunsystem, die Verdauung anregen sowie den Blutdruck, Blutzucker- und Cholesterinspiegel regulieren. Ja, Sprossen sind durchaus reich an Vitalstoffen. Um diese jedoch in nennenswerte Menge aufzunehmen, müssten unfassbar riesige Mengen der kleinen Vitalstoffbomben gegessen werden. Selbst wenn du viel davon isst, kommst du kaum über 50g. Sofern die also auf Sprossen verzichtest, wird dies wohl kaum gesundheitliche Nachteile bringen.



Dennoch...

Zugegeben, Sprossen schmecken köstlich und setzen in der Küche immer wieder neue Akzente. Gerade in den Wintermonaten, wenn das lokale Angebot an Obst- und Gemüseprodukten eingeschränkt ist, sind sie eine leckere Ergänzung. Keimsaaten sind sehr preiswert und das Angebot im Handel ist überaus vielfältig.


Sprossen kannst du ganz leicht in dafür vorgesehenen Gläsern auf der Fensterbank ziehen. Die keimfähigen Saaten werden zusammen mit reichlich Wasser in ein Keimglas gegeben und gut durchnässt. Anschließend wird das Wasser über ein Sieb am Glas abgelassen. Von nun an werden die Saaten mehrfach täglich mit frischem Wasser gespült. Sie dürfen nie austrocknen. Je nach Pflanzenart, Licht- und Temperaturverhältnissen keimen die Saaten nach 3-7 Tagen.


Interessant ist, dass die Inhaltsstoffe des Keimlings nach dem Keimvorgang nicht die gleichen vom Samenkorn sind. Das bedeutet, dass seine Nährstoffreserven beim Keimen aufgespalten und zu neuen Nährstoffen zusammengesetzt werden. Aus im Samen eingelagerten Proteine, Öle und Stärke bilden sich essentielle Fette und Aminosäuren, Einfachzucker, Vitamine, Mineralien und andere wichtige Begleitstoffe.


Frische Sprossen schmecken besonders gut im Salat, in Smoothies oder Dips. Sie können auch mit Gemüsesäften gemischt werden. Zusammen mit Zwiebeln, Kräutern und Nüssen lässt sich auch ein leckerer Brotaufstrich zaubern. Deiner Kreativität sind nahezu keine Grenzen gesetzt.





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