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Unterwegs mit Nahrungsmittelallergien

Bist du privat oder beruflich viel unterwegs? Oder hast du deine Reisen wegen einer Nahrungsmittelallergie auf Eis gelegt? Für viele Betroffene sind längere Reisen ein mittelschweres Drama. Ob Geschäftsreise, Familientreffen, Date oder Urlaub – gar nicht zu essen macht keinen Spaß. Kann man mal so machen, aber als Dauerlösung ist das nicht so schön.



Must-have

Ob Familienfeier, das Mittagessen während einer Tagung oder einfach eine lange Reise: manchmal kommt es vor, dass du deine Lebensmittel selbst mitbringen möchtest (oder musst). Was du für längere Reisen gut gebrauchen kannst:

  • Eine Kühlbox. In der Kühlbox bleiben Speisen einfach länger frisch. Sie sind mit einem Stromanschluss erhältlich (passend für Zug und Auto).

  • Ein Wasserkocher. Ob Tee kochen, Instantsuppe aufbrühen oder vakuumierte Speisen aufwärmen – der Wasserkocher ist ein wichtiger Verbündeter. Übrigens gibt es Reisewasserkocher, die kleiner und leichter sind als solche, die man allgemein daheim verwendet.

  • Ein Sparschäler. Damit du Obst und Gemüse unterwegs schälen kannst, packe eine Sparschäler in den Koffer. Bei Flugreisen nicht ins Handgepäck, da du damit die Sicherheitskontrollen nicht passieren kannst.

Flugreisen (Mittel- und Langstrecke)

Bei fast allen Airlines kann Essen telefonisch oder über deren Website vorbestellt werden. Meist ist es für Allergiker möglich etwas passendes auszuwählen oder Angaben zur Allergie zu machen, damit entsprechende Speisen an Board sind. Problematisch wird es dann jedoch, wenn mehrere Unverträglichkeiten vorliegen. Dafür sind viele Caterer nicht gerüstet. Gelegentlich wird es leider auch verpasst, das spezielle Essen an Bord zu bringen. Wenn du also ganz sicher sein willst, während des Flug keinen Hungern zu haben, nimmt einfach dein eigenes Essen mit. Ein ärztliches Attest brauchst du dafür nicht und das Essen muss auch nicht angemeldet werden. Beachte bei der Selbstversorgung auf Flügen jedoch, dass du Flüssigkeiten nicht an Bord bringen darfst. Darüber hinaus sind die landesspezifischen Einfuhrbestimmungen zu wahren. Oft dürften Fleisch- und Milchwaren sowie bestimmte Pflanzen nicht mitgebracht werden. Eine einfache Lösung sind Instant-Suppen, Instant-Porridge u.ä. Das Bordpersonal gießt sie mit heißem Wasser auf und schon ist deine Mahlzeit bereit.

Vor Ort

Weltweit ist es noch immer schwierig Restaurants zu finden, die auf die Bedürfnisse von Allergikern eingehen. Hier ist es ratsam bei der Buchung genau dies abzufragen. Am besten erstellst du eine kurze Liste mit deinen Bedürfnissen bezüglich des Essens. Diese kannst du dann mit der zuständigen Person besprechen. Zum Beispiel mit dem Restaurant direkt oder der Veranstaltungsorganisation oder wer auch immer verantwortlich für die Buchungen ist. Dieses Vorgehen ist sowohl für Restaurantbesuche als auch Hotelaufenthalte sinnvoll. Die meisten Anbieter gehen gern auf die Bedürfnisse ihrer Gäste ein, damit sie sich rundum wohlfühlen. Jedes Restaurant sollte mit ausreichend Vorlaufzeit in der Lage sein auch Speisen außerhalb der üblichen Speisekarte zu servieren.


Sofern auf deine Besonderheiten nicht eingegangen werden kann, dann frag nach Einkaufsquellen und/oder recherchiere im Internet nach solchen Möglichkeiten. Deck dich mit vorgekochten und vakuumierten Speisen ein und peppe mitgebrachtes Essen mit deinen Lieblingstoppings, Gewürzen & Co. auf. Viele Hotels bieten die Möglichkeit dein Essen im Kühlschrank aufzubewahren und in der Mikrowelle aufzuwärmen, wenn du deine Situation erklärst.


Reisen trotz Nahrungsmittelallergie ist mit ein wenig Engagement durchaus möglich.