Vitamin D

Um direkt mit einem Mythos aufzuräumen - "Vitamin D" ist kein Vitamin.

Kein Vitamin? Nein, wirklich nicht. Das, was wir allgemein als Vitamin D bezeichnen, ist ein Hormon bzw. ein Prohormon (Hormonvorstufe) und der korrekte Name ist Cholecalciferol. Der Einfachheit halber belasse ich es in diesem Text bei "Vitamin D".


Der menschliche Körper bildet ca. 80-90% dieser Substanz in der Haut unter der Einwirkung von Sonnenlicht. Ausschlaggebend ist das UV-B-Licht. Cholecalciferol wird in der Leber zu Calcidol verstoffwechselt und anschließend verarbeitet es die Niere zu Calcitriol. Calcitriol ist der bioaktive Stoff, den wir allgemein als Vitamin D verstehen. Die Fähigkeit Vitamin D zu bilden hängt von der Jahreszeit, dem Breitengrad, der Dauer der Sonnenlichteinwirkung, sowie vom Hauttyp ab.

  • Menschen mit dunkler Hautfarbe (hoher Gehalt an Melanin) bilden weniger Vitamin D als Menschen mit heller Haut.

  • Sonnencremes behindern die Aufnahme des Lichtes.

  • Je älter ein Mensch ist, umso weniger Vitamin D produziert der Körper.


Wie viel Sonne braucht der Mensch?

In den Sommermonaten kann der Körper die benötigte Blutserumkonzentration erreichen.

In Deutschland ( Breitengrad 47 bis 55 N°) sollte ein Erwachsener pro Tag ein Viertel der Körperoberfläche (Gesicht, Hände sowie Teile von Armen und Beinen) zwischen 12 und 15 Uhr je nach Hauttyp und Jahreszeit 5 bis 25 Minuten mit der Sonne um die Wette strahlen. Jedoch gilt genau diese Tageszeit auch als besonders hautschädlich. Hier entsteht also durchaus ein Konflikt.


Allgemein gilt: Menschen mit mittlerer bis dunkler Hautfarbe, dunklen Haaren und dunklen Augen brauchen mehr Lichteinwirkung als Menschen mit heller bis sehr heller Hautfarbe, hellrotem oder blondem Haar und grünen oder blauen Augen. Konkret bedeutet dies 10-15 Minuten (bzw. 5-10 Min) von Juni bis August, in den übrigen Monaten 15-25 Min (bzw. 10-20 Min). Am Vormittag zwischen 10 bis 12 Uhr sowie am Nachmittag zwischen 15 bis 18 Uhr kann die Dauer des Sonnenbades verdoppelt werden.

In Deutschland ist das Sonnenlicht von Oktober bis März nicht ausreichend. Ob die Einnahme von Vitamin D Präparaten sinnvoll ist, muss individuell entschieden werden, denn: Vitamin D wird im Fett- und Muskelgewebe eingelagert. Dies trägt zur Versorgung im Winter bei.


Die restlichen 10-20 % werden über die Ernährung abgedeckt. Zu den besonders Vitamin D reichen Nahrungsmitteln zählen vor allem fettreicher Fisch (Kabeljau, Thunfisch, Makrele, Lachs etc.). Mit deutlichem Abstand folgen Leber, Austern, Eier, Shiitake und andere Speisepilze. Bei einer abwechslungsreichen Ernährung entspricht dies 2 und 4 µg Vitamin D pro Tag.


Was kann Vitamin D?

Vitamin D ist essentiell für den Knochenaufbau und somit wichtig als Prävention gegen Osteoporose. Das Prohormon steuert die Kalziumaufnahme im Darm und den Nieren und ist am Aufbau der Knochensubstanz beteiligt. In engem Zusammenhang damit stehen auch die körperliche Leistungsfähigkeit, der Aufbau der Sexualhormone und des Immunsystems, sowie das psychische Befinden. Der derzeitige Wissensstand besagt, dass eine gute Vitamin-D-Versorgung bei älteren Menschen das Risiko für Stürze, Knochenbrüche, Kraftverlust, Mobilitäts- und Gleichgewichtsstörungen, sowie vorzeitigen Tod senken kann. Außerdem wird eine Risikosenkung für Krebs, Herz-Kreislauf-Krankheiten und Diabetes mellitus Typ 2 vermutet.


Knochen

Die richtige Balance zwischen Parathormon, Kalzium und Vitamin D sorgt für den gesunden Knochenstoffwechsel. Ein Vitamin D Mangel führt zur Abnahme des Knochenvolumens und das Risiko für Brüche steigt. Das schwerste Symptom eines Vitamin D Mangels ist die Rachitis. Dabei handelt es sich um eine "Aufweichung" und Deformation der Knochen, die oft schon im Kindesalter auftritt.


Gelenke

Degenerative Entzündungsprozesse am Gelenkknorpel führen im Alter oft zur Osteoarthritis.

In Tierversuchen zeigte sich, dass die Gabe von Vitamin D im Alter diese schädlichen Prozesse deutlich lindern konnte.


Nerven und Psyche

In den Nebennieren steuert Vitamin D das Enzym Tyrosin-Hydroxylase. Dieses reguliert die Produktion von Noradrenalin, Adrenalin und Dopamin. Bei einem Vitamin D Mangel schüttet die Nebenniere diese Neurohormone vermehrt aus. Typische Symptome sind Müdigkeit, Erschöpfung, Gereiztheit bis hin zur Depression. Vor allem im Winter, bei wenig Tageslicht, ist dies für viele Menschen deutlich spürbar.

Im Grunde ist dies eine clevere Einrichtung der Natur. Für unsere Urahnen war das Nahrungsangebot im Winter knapp. Da ein müder Mensch weniger aktiv ist und somit weniger Energie verbraucht, passten sich Nahrungsverfügbarkeit und körperliche Bedürfnisse aneinander an. Auch wenn wir heute durchgehend genug zu essen haben, reagieren wir immer noch gleich auf den Lichtmangel. Der Körper und die Seele stellen sich im Winter auf eine Ruhephase ein.


Depression

Nicht nur bei der zuvor beschriebenen Winterdepression wird ein Vitamin D Mangel vermutet. Auch bei einer klassischen Depression und neurodegenerativen Erkrankungen wie Multiple Sklerose wird eine Vitamin D Substitution empfohlen.


Frauenzyklus und Schwangerschaft

Die Einnahme von Vitamin D wirkt positiv auf Zyklusstörungen und die Fruchtbarkeit.

Auch hier kann auf die Intelligenz der Natur geblickt werden - zu früheren Zeiten war es das Beste, schwanger zu werden, wenn ausreichend Nahrung im lichtreichen Sommer vorhanden war. Auf diese Weise war die Mutter stark und das ungeborene Kind wurde mit ausreichend Nährstoffen versorgt, während die Mutter im nahrungsarmen Winter vielleicht verhungert, oder das Kind sehr schwächlich gewesen wäre.

Während einer Schwangerschaft ist der Vitamin D Bedarf der Frau wegen des Skelettwachstums des Babys erhöht. Unter einer Vitamin D Substitution während der Schwangerschaft sinkt das Risiko der Schwangerschaftsvergiftung (Präeklampsie), der Gestationsdiabetes, die Frühgeburtenrate und die Häufigkeit von Entwicklungsstörungen.


Krebs

Vitamin-D-Konzentration von mehr als 32 ng/ml senken das Risiko, an Brust- oder Darmkrebs zu erkranken um 50 %.

Niedrige Vitamin D Spiegel erhöhen das Risiko für Ovarialkarzinome, Prostata-, Darm- und Brustkrebs.


Stürze im Alter

Die EAST (Eastern Association for the Surgery of Trauma) fordert eine Gabe von Vitamin D und Kalzium im Alter, da ein Mangel bei älteren Menschen das Gleichgewichtsorgan beeinträchtigen kann. Damit gehen eine erhöhte Sturzneigung und Verletzungen einher.


Herz

Vitamin D wirkt auch regulierend auf den Blutdruck und die Herzkontraktion. Inzwischen wurde ein Vitamin-D-Rezeptor am Herzmuskel identifiziert.



Wie viel Vitamin D brauchts denn nun?

Um Osteoporose oder Rachitis vorzubeugen, reicht eine Konzentration von 20 bis 30 ng/ml im Blut aus. Ab 35 ng/ml wird von einem "guten Vitamin D Spiegel" gesprochen. Menschen, die viel Zeit in der Sonne verbringen -z.B. Bauern, Bauarbeiter, Gärtner oder Dachdecker, kommen auf über 50 ng/ml.

(Achtung! Kein Tippfehler! ng = Nanogramm!)


Wie wird ein Mangel festgestellt?

Da die Symptome eines Vitamin D Mangels den Symptomen anderer medizinischer Situationen zu sehr ähneln bzw. ein solcher Mangel nicht allein an Symptomen erkannt werden kann, gibt ein einfacher Bluttest Aufschluss (i.d.R. keine Kassenleistung, kostet ca. 20-30€).



Gut zu wissen:

  • Vitamin D5 (Sitocalciferol) wurde getestet, um die Auswirkungen auf Prostatakrebs zu untersuchen. Es wird als Antitumormittel vorgeschlagen.

  • Vitamin D2 (Ergocalciferol) kommt in Pilzen und einigen Pflanzen vor. Daher bestehen manche Vitamin D Präparate aus Flechten oder Pilzpulver.


Andere Nährstoffe

Vitamin D ....

  • steuert die Aufnahme von Kalzium und Phosphor

  • aktiviert durch Proteine Vitamin K2 (sorgt für die Kalziumverwertung)

  • benötigt Magnesium zur Umwandlung in bioaktive Form

  • benötigt Zink (zur Bildung von Vitamin D Rezeptoren)

Wie du siehst, ist eine ausgewogene Ernährung immer der richtige Weg, denn es wirkt nie ein einziges Vitamin allein.


Vitamin D Präparate

Die Einnahme von Vitamin D sollte nicht in zu hohen Dosen und nicht dauerhaft stattfinden.

Wegen möglicher Nebenwirkungen sollte vor der Einnahme ein Arzt hinzugezogen werden. Außerdem sollte ein Bluttest durchgeführt werden (Vitamin D und Kalzium-Spiegel überprüfen).


Rezeptfreie Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin D haben beim Ökotest eher schlecht abgeschnitten. Sie dürfen die empfohlene Tagesdosis von 20 µg als Nahrungsergänzung nicht überschreiten - jedoch war dies bei 12 von 21 der Mittelchen der Fall. Das Bundesamtes für Verbraucherschutz und des Bundesinstituts für Arzneimittel sagte 2017, mehr als 20 µg Vitamin D in Nahrungsergänzungsmitteln sind nicht sinnvoll.


Die Europäische Lebensmittelbehörde sieht die Obergrenze für die Gesamtzufuhr von Vitamin D bei 100 µg pro Tag. Wer regelmäßig mehr als die sichere Tageszufuhr über Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel aufnimmt, riskiert Nebenwirkungen.


Nebenwirkungen von Vitamin D

Vitamin D, welches der Körper selbst produziert, hat keine Nebenwirkungen.

Anders sieht es bei der Substitution mit Vitamin D Präparaten aus.

Bei der Einnahme von bis zu 4.000 i.E. Vitamin D am Tag sind i.d.R. keine Nebenwirkungen zu erwarten.

Eine starke Überdosierung über einen langen Zeitraum kann zu einer Hyperkalzämie, also zu einer zu hohen Kalziumkonzentration im Blut, kommen. Folgen dessen sind: Übelkeit bis Erbrechen, Appetitlosigkeit, Herzrhythmusstörungen, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche, Verstopfung, Muskelschmerzen und - schwäche, Nierensteine bis Nierenversagen.

Ab einem Wert von über 3,5 Millimol Kalzium pro Liter Blut kann eine hyperkalzämische Krise auftreten (Polyurie = verstärktes Urinieren, Polydipsie = krankhafter Durst, Exsikkose = Austrocknung, Fieber, Bewusstseinsstörungen , Koma, Herzstillstand). Dies ist lebensbedrohlich.

Das Risiko einer Hyperkalzämie steigt deutlich bei einer längeren Einnahme von mehr als 100 Mikrogramm Vitamin D.


Menschen in besonderen Situationen oder mit bestimmten Erkrankungen sollten wegen der Gefahr der Hyperkalzämie besonders umsichtig bei der Einnahme von Vitamin D sein:

  • Bettlägerigkeit (erhöhter Knochensubstanzabbau, wodurch viel Kalzium ins Blut freigesetzt wird)

  • Überfunktion der Nebenschilddrüsen

  • Schilddrüsenüberfunktion

  • Unterfunktion der Nebennierenrinde

  • Vererbte Störungen der Kalziumausscheidung

  • Vererbter Mangel am Enzym Phosphatase

  • Überschuss an Protein im Blut (Hyperproteinämie)

  • Erhöhte Produktion an Wachstumshormonen (Akromegalie)

(Auflistung ist nicht abschließend)


Wechselwirkungen & Zusammenspiel

Viele Medikamente greifen in den Vitamin D Haushalt ein.

Vor allem Antiepileptika, Corticoide, antiretrovirale Virustatika (HIV-Medikamente) und Zytostatika können den Vitamin D Spiegel so sehr schwächen, dass schwere Folgen auftreten können.

  • Antiepileptika und Vitamin D3

Patienten mit Epilepsie haben ein 2-6x höheres Risiko für Knochenbrüche. Bei bis zu 50% der langfristig mit Antiepileptika behandelten Patienten entsteht eine Osteopathia antiepileptica.

Gilt insbesondere für: Carbamazepin, Oxcarbazepin, Clonazepam, Phenobarbital, Phenytoin, Primidon und Valproinsäure. Auch unter neueren Antiepileptika wie Gabapentin, Lamotrigin und Leviracetam kann eine antiepileptische Osteopathie nicht ausgeschlossen werden.

  • Corticoide und Vitamin D3

Bei einer Zufuhr von Corticoiden ist immer mit Störungen der Knochenmineralisation und mit einer Osteopathie zu rechnen. Die Zahl der Osteoblasten (Zellen, die Knochen "bauen") nimmt durch diese Medikamente ab.

Menschen mit Asthma bronchiale profitieren von Vit. D - es verbessert die entzündungshemmende Wirkung einer inhalativen Corticoidtherapie.

  • Antiöstrogene und Vitamin D3

Nach ihrem Wirkprinzip gliedert man Antiöstrogene in Östrogenrezeptor-Antagonisten/Modulatoren und Aromatasehemmer. Tamoxifen ist ein selektiver Östrogenrezeptor-Modulator (SERM), der die Expression Östrogen-regulierter Gene (z. B. die Gene von Promotoren der Angiogenese) hemmt. In Zellkulturen wurde nach Zugabe von Tamoxifen eine vermehrte Expression von TGF-β1 nachgewiesen, der das Wachstum des Mammakarzinoms hemmt. Daher wird Tamoxifen in der adjuvanten Therapie des Mammakarzinoms und in der Palliativtherapie metastasierter Mammakarzinome eingesetzt. Tamoxifen verlangsamt den Knochenabbau, kann aber das Fehlen der Östrogen-stimulierten Knochenneubildung nicht ausgleichen. Daher wurde vor allem bei prämenopausalen Frauen unter einer Therapie mit Tamoxifen ein Knochendichteverlust beobachtet.

Weitere Nebenwirkungen von Tamoxifen sind u. a. Knochen- und Muskelschmerzen sowie häufig ein Anstieg der Triglyceridspiegel im Serum.

Aromatasehemmer blockieren die Östrogensynthese; da sie den Östrogenspiegel ausgeprägt senken, bedingen sie ein hohes Risiko für Osteoporose. Schon bei einer kurzfristigen Anwendung von Letrozol wurde eine signifikante Zunahme der Knochenresorptionsmarker beobachtet. Bis zu 50% der Frauen, die Aromatasehemmer nehmen, klagen über Arthralgien und Myalgien. Die Supplementierung von Vitamin D3 kann sowohl das Risiko für Störungen des Knochenstoffwechsels unter Tamoxifen oder Aromatasehemmern reduzieren, als auch den Krankheitsverlauf und die Lebensqualität der Krebspatienten positiv beeinflussen. Vitamin D3 wirkt auch dem Anstieg der Serumtriglyceridspiegel unter Tamoxifen entgegen und verringert das Auftreten von Arthralgien unter Aromatasehemmern wie Anastrozol, Letrozol und Exemestan signifikant. " (Quelle: daz-12-2011)

  • Antiretrovirale Virustatika und Vitamin D3

Bei HIV-Patienten besteht oft ein Vitamin-D-Mangel. Sie haben ein 3fach höheres Risiko für Osteoporose. Antiretrovirale Therapie mit NRTI (z. B. Zidovudin), NNRTI (z. B. Efavirenz) und Proteaseinhibitoren (z. B. Ritonavir, Saquinavir) steigern dieses Risiko. Die Gabe von Vitamin D3 kann dieses Risiko lindern.

  • Zytostatika und Vitamin D3

Vitamin D spielt eine tragende Rolle bei der Prävention von Krebs. Im Kontext Krebs wirkt Vitamin D auf Zellebene. Hier beeinflusst Vitamin D die Zellteilung, die Zelldifferenzierung, die Programmierung der Apoptose (Zelltod) und die Verhinderung der pathologischen Gefäßneubildung. Außerdem verstärkt Vit. D in vitro die Zytotoxizität von Cisplatin, Cyclophosphamid, Docetaxel, Doxorubicin und Paclitaxel.

  • Anthracycline und Paclitaxel (Chemotherapie/Brustkrebs) senken den Calcidiolspiegel deutlich.

  • Ein Vitamin-D3 -Mangel findet sich bei fast allen Krebspatienten.

  • Zytostatika (z. B. Methotrexat, Ifosfamid) schädigen die Knochen sehr

  • Vitamin D Mangel erhöht das Risiko einer Mukositis / Stomatitis durch Zytostatika

  • Diese Nebenwirkungen konnten bei Krebspatienten erfolgreich durch die Supplementierung von Vitamin D3 behandelt werden


Dosierung

Vitamin-D-Überdosierungen sind nur durch die überhöhte Einnahme (Präparate) möglich. Körpereigenes Vitamin D kann nicht überdosiert werden. Laut DGE sollen Kinder und Erwachsene 20 µg Vitamin D pro Tag aufnehmen. Aus medizinischen Gründen können jedoch höhere Vitamin-D-Gaben indiziert sein.


Vitamin D Werte

Blutwerte

Die bisher größte Querschnittsstudie in Deutschland ergab, dass der durchschnittliche Vitamin-D-Spiegel in Deutschland bei nur 16 ng/ml liegt. Dies entspricht einem großen Mangel.

< 20 ng/ml = < 50 nmol/l = Vitamin-D-Mangel

20-30 ng/ml = 50-75 nmol/l = Unterversorgung

30-60 ng/ml = 75-150 nmol/l = Gute Normalwerte

60-90 ng/ml = 150-225 nmol/l = Gute hohe Werte

90-140 ng/ml = 225-374 nmol/l = Überversorgung

> 150 ng/ml = > 374 nmol/l = Vitamin-D-Vergiftung

Blutwerte unter 20 ng/ml weisen auf einen starken Mangel, Werte unter 30 ng/ml auf einen leichten hin. Ziel sollte sein, die Vitamin-D-Werte dauerhaft über 35 ng/ml zu halten.


Andere Werte

Für Verwirrung sorgen oft die Einheit in welcher der Vitamin-D-Gehalt von Präparaten oder Lebensmitteln genannt wird. Es gibt zwei zu nennende Einheiten:

  • IE = Internationale Einheiten (engl. IU)

  • Mikrogramm

Für leichteres Umwandeln:

  • 1 mcg Vitamin D = 40 IE

  • 0,025 mcg Vitamin D = 1 IE Vitamin D

Beispiel: 1000 IE / 40 = 25 µg Vitamin D




Fazit

Ab an die frische Luft! Lass dir die Sonne auf der Nasenspitze rumtanzen und sorg für eine abwechslungsreiche, nährstoffreiche Ernährung!

Solltest du auf Vitamin D Präparate zugreifen wollen, dann sprich zuvor mit einem Arzt oder Ärztin, um die optimale Dosierung und Anwendungsdauer für deine individuelle Situation festzulegen.




Quellen:


Wichtiger Hinweis:

Dieser Artikel dient als informativer Beitrag. Es wurde nach besten Gewissen recherchiert und zusammengefasst. Irrtümer und Änderungen, z.B. durch neuere Erkenntnisse, sind nicht ausgeschlossen. Diagnose, Beratung und Therapie durch einen Arzt oder Ärztin kann und will dieser Artikel ausdrücklich nicht ersetzen.