Zucker? Kohlenhydrate? Geliebt und gefürchtet!

Statista benennt einen Pro-Kopf-Zuckerverbrauch im Jahr 2020/21 von 32,5 Kilogramm! Heute löffeln die meisten Menschen massenweise Zucker in den Kaffee, in den Kuchen, in den Joghurt usw. Wenn wir heute von Zucker reden meinen wir in der Regel raffinierten Haushaltszucker - die weißen Kristalle. Dabei gibt es so viele weitere "Zuckerfallen", die all zu gern übersehen werden.


Wo steckt denn Zucker drin?

Zucker versteckt sich oft dort, wo man ihn nicht vermutet. Denn Zucker ist nicht nur der weiße Haushaltszucker. Zu den Sacchariden oder Kohlenhydraten, die Fachbegriffe für Zucker, zählen jede Menge weitere Stoffe, die in Milch, Obst und Gemüse, in Hülsenfrüchten und Getreiden stecken. Fisch und Fleisch enthalten keine Kohlenhydrate. Wir unterscheiden folgende Zuckerarten:


  • Einfachzucker (Monosaccharide) - dazu gehören Glukose (Traubenzucker), Galactose und Fruktose (Fruchtzucker). Sie sind die Bausteine aller Kohlenhydrate und können sich zu Disacchariden (Zweifachzuckern), Oligosacchariden (Mehrfachzuckern) oder Polysacchariden (Vielfachzuckern) verbinden. Zum Beispiel bilden Fruktose und Glukose zusammen die Saccharose.

  • Disaccharide (Zweifachzucker) sind organisch-chemische Verbindungen aus der Gruppe der Kohlenhydrate. Lactose gehört zu dieser Gruppe. Saccharose findet sich in Obst und vielen Frucht- und Gemüsesäften; aus Zuckerrohr oder Zuckerrüben wird er als Haushaltszucker gewonnen. Maltose (Malzzucker) wird durch die Aufspaltung von z.B. Stärke frei und zählt ebenso zu den Disacchariden. In der Natur ist Saccharose allgegenwärtig: Zuckerrüben, Bananen, Datteln, Pfirsichen, Ananas usw. Haushaltszucker wird durch Raffination von Saccharose hergestellt. Dabei wird der Zucker gereinigt und aufgehellt, verliert dabei aber auch alle Mineralien.

  • Vielfachzucker (Polysacchariden) ist vor allem als Stärke bekannt. Sie ist ein natürlicher Bestandteil vieler Nahrungsmittel, zum Beispiel in Kartoffeln, Nudeln und Reis. Aus dieser Stärke holt sich der Körper Energie für seine Zellen, indem er sie in einfache Zuckermoleküle zerteilt.


Zucker = Kohlenhydrate !?!?

Zucker ist der Sammelbegriff für süß schmeckende, lösliche Kohlenhydrate. Alle Zucker zählen zu den Kohlenhydraten. Aber nicht jedes Kohlenhydrat zählt auch als Zucker.

Der menschliche Körper braucht Kohlenhydrate, denn sie sind sein wichtigster Energielieferant. Beim Verdauungsvorgang in Magen und Darm werden Kohlenhydrate zerlegt. Nach der Aufnahme in die Blutbahn sind diese dann als Blutzucker (Blutglukose) nachweisbar. Aus der Glukose können Körperzellen Energie gewinnen, deshalb muss jedes Kohlenhydrat letztendlich in Traubenzuckermoleküle (Glukose) abgebaut bzw. umgewandelt werden, um zur Energiegewinnung bereitzustehen. Ohne sie ist der Mensch nicht lebensfähig.


Mutter Natur hat die meisten Lebensmittel mit unterschiedlichen Zuckerarten (Glucose, Fructose etc. ), aus denen letztlich ebenfalls Glucose entsteht, ausgestattet. Zucker bzw. Kohlenhydrate sind nicht grundsätzlich schlecht, sondern lebenswichtig. Klingt nach einem "aber"? Richtig, denn zu viel davon, macht krank. Zu viel Zucker überfordert die Bauchspeicheldrüse und die Leber, wodurch ernsthafte Erkrankungen entstehen können. Zu viel Zucker belastet die Verdauung, irritieren das Hautbild und beschleunigt die Alterung. Der Körper wandelt die Kohlenhydrate in Glykogen um, das dann in der Leber und den Muskelzellen gespeichert wird. Sind diese Speicher voll, verwandelt er den Überschuss in Fett um und zack, das Hüftgold lässt grüßen!

Gehört Zucker nun auf den Teller oder doch nicht?

Natürlicher Zucker kommt in einem Lebensmittel niemals isoliert vor, sondern befindet sich immer im natürlichen Verbund mit unterschiedlichen Vitaminen, Mineralien und Ballaststoffen. Trotz dieser guten Kombination können riesige Mengen den Organismus überlasten und Schaden anrichten. Zu viel Zucker führt zu Karies, Übergewicht und auf Umwegen auch zu Bluthochdruck, Diabetes Typ II, Darmerkrankungen und und und.


Der übliche weiße Haushaltszucker kann, darf und sollte sehr gern komplett vom Speiseplan verschwinden. Umso weniger Kristallzucker der Nahrung hinzugefügt wird, umso besser, insbesondere, wenn du an Übergewicht oder einer Stoffwechselerkrankung leidest. Saccharose wird schnell aufgenommen und der Körper speichert ihn sogar gut. Für einen Menschen, der unter Mangelbedingungen lebt, ist das ideal. Wer dagegen in unserer Überflussgesellschaft lebt riskiert gesundheitliche Probleme. Haushaltszucker sollte daher kein Grundnahrungsmittel sein. Besser ist es, wenn du deinen Bedarf durch naturbelassene Kohlenhydrate deckst, die du in einer ausgewogenen Ernährung in ausreichende Menge vorfindest.


Hast du dich schon mal gefragt, warum wir Menschen Süßes so sehr lieben?

Hier zwei plausible Gründe:


1. Die Muttermilch, die uns in den ersten Monaten oder gar Jahren unseres Leben ernährt ist sehr süß. So werden unsere Geschmackknospen auf der Zunge und bestimmte Rezeptoren im Gehirn von Anfang an auf "süß" geprägt. Hinzukommt, dass beim Stillen das "Liebeshormon" Oxytocin ausgeschüttet wird, wodurch u.a. die Mutter-Kind-Bindung unterstützt wird. Der süße Geschmack wird also immer mit einem tiefen Wohlgefühl verknüpft.


2. In prähistorischen Zeiten war der Anbau von Obst den Menschen noch unbekannt. Wenn sie reifes Obst im Herbst fanden, war dies ein Geschenk der Natur - und diese reifen Früchte lieferten wichtige Energie und schmeckten natürlich sehr lecker. Also fand auch hier über viele Generationen hinweg die Prägung "Süß ist gut" statt.


Heilsbringer "Low-Carb"? Nein!

Zahlreiche Menschen folgen dem anhaltenden Low-Carb-Trend, weil es auf den ersten Blick gut wirkt. Low Carb bedeutet, eine Ernährung mit möglichst wenig Kohlenhydraten zu führen. Low-Carb Befürworter glauben, eine gesunde Ernährung schließt Kohlenhydrate so weit wie nur möglich aus. Was im Hinblick auf die Bedürfnisse des menschlichen Körpers fundamentaler Quatsch ist (noch mal: Kohlenhydrate sind lebenswichtig!). Personen, die auf den Low-Cab-Zug aufspringen, sind oft überrascht, wenn durch langfristige Low-Carb oder No-Carb-Diäten Nebenwirkungen auftreten. Typische unschöne Begleiter einer Ernährung, die Kohlenhydrate ausschließen oder drastisch reduzieren, sind:

  • Mundgeruch

  • Kopfschmerzen

  • Müdigkeit

  • Starke Belastung der Leber wegen der oft sehr fettreichen Nahrung

  • Erhöhte Harnsäureproduktion

  • Verdauungsprobleme

In einem Beitrag von Internisten-im-Netz.de im Oktober 2018 wird deutlich über die Risiken kohlenhydratreduzierter Ernährung gesprochen:

"Menschen haben nach einer langfristigen Low Carb-Diät, die sehr wenige Kohlenhydrate umfasst, ein erhöhtes Risiko für einen vorzeitigen Tod, auch die Risiken für Todesursachen wie Herzerkrankungen, Schlaganfall und Krebs sind bei ihnen erhöht."

Grundlage für diese Aussage ist eine Studie aus Polen (ESC Congress 2018, Poster Session 6). Laut dieser Studie steigt das Risiko für einen Herzkrankheit um 51 % , eine zerebrovaskulären* Krankheit inklusive Gehirnschlag um 50 % und von Krebs um 35 % durch diese Art der Ernährung. Professor Dr. Banach, der die Studie leitete, hält eine Diät mit wenig Kohlenhydraten nur dann für sinnvoll, wenn sie nur kurzfristig eingesetzt wird, um Gewicht zu verlieren, den Blutdruck zu senken und die Glukosekontrolle zu verbessern.


Wer an Gicht, Störungen der Nieren oder der Leber leidet, sollte von Low-Carb-Diäten gänzlich Abstand halten. Für Kinder, Teenager und Schwangere ist die kohlenhydratarme Ernährung ebenfalls nicht empfehlenswert.


*zerebrovaskulär = "die Hirndurchblutung betreffend"


Guter Zucker, böser Zucker

Keine Fruktose und Laktose mehr?

Laktose lautet das lateinische Wort für Milchzucker. Wie der Name bereits vermuten lässt, kommt Laktose naturgemäß in Milch und Milchprodukten vor. Milchzucker gehört zur Gruppe der Disaccharide (siehe Abschnitt "Wo steckt Zucker drin"). Diabetiker und Leistungssportler wissen, dass fettarme Milch einen niedrigen glykämischen Index hat. Aber nicht viele wissen, dass fettarme Milch einen hohen Insulinindex aufweist. Das bedeutet, dass Milch den Insulinspiegel ansteigen lässt, obwohl der Blutzuckerspiegel im normalen Bereich bleibt. Erinnern wir uns an dieser Stelle kurz daran, dass Insulin ein wirkungsvoller Hemmer der Fettverbrennung ist. Fettarme Produkte sind also mit Vorsicht zu konsumieren.


Wenn dir das Enzym Laktase fehlt, dass die Laktose im Dünndarm aufspaltet, dann landen die Zuckermoleküle im Dickdarm, wo sie vergären. In diesem Fall wirst du mit Bauchschmerzen, Übelkeit, Durchfall oder Blähungen reagieren. Für Menschen mit einer Laktoseintoleranz sind zahlreiche laktosefreie Produkte erhältlich, jedoch enthalten sogar einige Milchprodukte bereits durch den Herstellungsprozess keine Laktose.


Natürliche Fruktose (Fruchtzucker) ist in Obst, Gemüse und Honig enthalten. Fruchtzucker wird nur problematisch, wenn Sie große Mengen über 30g täglich verzehren. Fruktose fördert die Gewichtszunahme und die Bildung einer Fettleber stärker als Glukose. Auf Obst brauchst und sollst du jedoch nicht verzichten, denn Obst enthält viele wichtige Vitamine und die natürliche Kombination all dieser Nährstoffe ist der Gesundheit zuträglich. Dennoch gilt, dass lieber mehr Gemüse als Obst auf dem Teller -und in deinem Magen- landen soll. Übrigens: Smoothies enthalten Ballaststoffe und Nährstoffe und bereichern deine Ernährung. Obstsäften hingegen fehlen diese wichtigen Stoffe und stellen eine wahre Zuckerbombe dar.


Achtung! In Fertigprodukten wird industriell hergestellte Fruktose verwendet, die deiner Gesundheit nicht gut tut. Übergewicht, Herz-Kreislauferkrankungen sowie Diabetes sind nur einige der Auswirkungen von industriell hergestellter Fructose und Glucose. Außerdem bremst diese Fruktose das Sättigungsgefühl. Achte auf Bezeichnungen wie Isoglucose, Invertzuckersirup, Glucose-Fructose-Sirup und Fructose-Glucose-Sirup, Saccharose - dieses Zeug ist Gift für deine Gesundheit!


Weißer Haushaltszucker

Aus Zuckerrüben oder Zuckerrohr wird Saccharose (eine Kombination von Glukose und Fruktose) hergestellt. Rohrzucker oder Rübenzucker sind das erste Ergebnis. Daraus werden in weiteren Verarbeitungsschritten unterschiedliche Zuckervarianten hergestellt:

  • Kristallzucker (Haushaltszucker)

  • Instantzucker (durch Sprühtrocknung des Haushaltszuckers gewonnen)

  • Hagelzucker (grober Kristallzucker)

  • weißer Kandiszucker (eingedickte Zuckerlösung)

  • brauner Kandis (eingedickte Zuckerlösung, mit Zuckerfarbe gefärbt)

  • Puderzucker (extrem fein gemahlener Haushaltszucker)

  • Würfelzucker (zu Würfeln gepresster Haushaltszucker)

Bei der Herstellung von weißem Zucker werden Chemikalien wie Chlor und Schwefeldioxid, Bleichmittel sowie chemische Substanzen, die das Verkleben und den Belag auf den Verdampferheizflächen eingesetzt, von denen immer Rückstände im Zucker enthalten sind. Der nährstofflose, gesundheitsschädliche Dickmacher darf also aus deinem Haushalt für immer verbannt werden!


Rohrzucker, Vollzucker oder brauner Zucker?

Einfacher brauner Zucker ist nichts anderes ans gefärbter Haushaltszucker, achte daher genau auf die Bezeichnung des Zuckers.

  • Vollzucker steht für vollwertigen Zucker aus der Zuckerrübe.

  • Rohrohrzucker besteht aus Zuckerrohr und ist ein teilraffinierter Zucker, an dem allerdings noch etwas Melasse haftet. Durch die Bearbeitungsprozesse ist der Mineralienanteil dennoch so verschwindend gering, dass er nicht mehr als gesund bezeichnet werden kann.

  • Beim Vollrohrzucker finden eine schone Verarbeitung des Zuckerrohrsaftes statt ohne Raffination zum Kristallzucker. Nach dem schonenden Eindicken wird er kurz hocherhitzt, um eventuelle Keime abzutöten.

Der Vollzucker und Vollrohrzucker sind die besseren Süßungsmittel aus der Zuckerrubrik. Doch handelt es sich auch hier um einen konzentrierten Zucker, woran auch der etwa 2 bis 2,5% Anteil an Mineralien nicht gravierend viel ändern würde. Verzichte daher so weit wie möglich darauf deine Speisen und Getränken zusätzlichen Zucker hinzuzufügen.


Was ist Melasse?

Melasse ist ein wertvolles Lebensmittel. Sie ist ein dunkler Zuckersirup, der als Nebenerzeugnis bei der Zuckerproduktion anfällt. Sie enthält noch sämtliche Mineralien, die ursprünglich in der Zuckerrübe oder im Zuckerrohr enthalten waren. Aufgrund seiner hohen Nährstoffdichte ist Melasse in den letzten Jahren als neues Superfood immer beliebter geworden. Da der Zuckergehalt im Gegensatz zu anderen Süßungsmitteln wie Honig oder Ahornsirup relativ gering ist, wird sie gern als gesunde Zuckeralternative verwendet. Melasse hat einen recht herben Geschmack, den nicht jeder mag.


Sind Agavendicksaft, Honig oder Reissirup gesünder als Kristallzucker?

Agavendicksaft ist gerade bei Veganern als Ersatz für Honig beliebt. Mit einem extrem hohen Fruktose-Anteil von 70 bis 75 % und nahezu keinen Nährstoffen, sollte dieses Süßungsmittel nur sehr sparsam eingesetzt werden. Da er eine sehr hohe Süßkraft aufweist, reicht rund 1/4 Agavendicksaft aus im Vergleich zu Haushaltszucker. Er hat einen niedrigen glykämischen Index. Das bedeutet, dass der Sirup den Blutzuckerspiegel nicht so stark und schnell ansteigen lässt. Deshalb sättigt er länger und es stellt sich nicht so schnell wieder Hunger ein. Agaven wachsen in Monokulturen auf großen Plantagen, wodurch die lokale Biodiversität und der Boden enorm belastet werden. Außerdem muss das Produkt quer über den Globuls transportiert werden -Agavenplantagen spießen vor allem aus mexikanischem Boden- und der lange Transportweg sorgt für große CO2 Emissionen.

Letzteres gilt auch für den Reissirup. Reissirup besteht hauptsächlich aus Glucose, Maltose und Mehrfachzuckern, enthält jedoch keine Fructose. Daher ist dieser Zuckerersatz, im Gegensatz zu Agavendicksaft, besonders gut für Menschen mit Fruktoseintoleranz geeignet ist. "Beide Zuckeralternativen bieten gegenüber raffiniertem Zucker jedoch keine gesundheitlichen Vorteile, da sie auf dieselbe Weise verstoffwechselt werden“, erklärt Prof. Dr. Hans Hauner bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE).


Honig besteht überwiegend aus Trauben- und Fruchtzucker und enthält weniger Kalorien als Haushaltszucker. Er kann appetitanregend wirken. Honig enthält entzündungshemmende Enzyme, bioaktive Stoffe und Antioxidantien, die gesund sind. Die Antioxidantien können sich positiv auf die Herzgesundheit auswirken und den Blutdruck senken. Trotz seiner positiven Eigenschaften sollte auch Honig nur in kleinen Mengen verzehrt werden, da der darin enthaltende Zucker -wie jeder Zucker- dick und krank machen kann. Für viele Menschen spielt auch der Aspekt des Tierwohls ein und sie verzichten zum Wohle der Bienen auf Honig (Filmtipp: In dem Dokumentationsfilm "More than honey" wird die Problematik des Bienensterbens, der Honigherstellung und damit zusammenhängenden Folgen für uns alle dargestellt).


Wenn du gar nicht auf Süßungsmittel verzichten kannst und Lust auf DIY hast , dann bietet es sich an Apfeldicksaft selbst herzustellen. Zugegeben, es ist ein wenig aufwendig, aber der Dicksaft kann auf Vorrat hergestellt werden und ist lange haltbar.

Äpfel wachsen hierzulande und sind vielerorts direkt beim Landwirt erhältlich, somit kommen keine langen Transportwege zustande. Wichtig ist, darauf zu achten, dass die Äpfel nicht mit Insektiziden bzw. Pestiziden behandelt wurden. Alles, was du zur Herstellung brauchst sind 6kg Äpfel, einen großen Topf und eine Saftpresse. Außerdem benötigst du ein Sieb und Glasflaschen zum Umfüllen.

  1. Wasche die Äpfel und schneide sie in Stücke, die in deinen Entsafter passen.

  2. Presse den Saft aus den Äpfeln.

  3. Gib den Apfelsaft in einen Kochtopf und lass ihn rund 3 Stunden bei mittlerer Wärmezufuhr eindicken. Rühre die Masse immer wieder um.

  4. Wasche die Glasflaschen mit heißem Wasser aus, damit diese keimfrei sind.

  5. Fülle den fertigen Apfeldicksaft über ein Sieb in die sauberen Glasflaschen um.

Bei dunkler, kühler Lagerung ist der Apfeldicksaft rund ein Jahr lang haltbar und genauso wie Honig, Agavendicksaft und Haushaltszucker einsetzbar. Der Apfeldicksaft stellt sicher Alternative zu Süßungsmitteln aus der Industrie und solchen mit langen Transportwegen dar. Jedoch handelt es um einen konzentrierten Fruchtsaft mit hohem Zuckeranteil und wenig Vitaminen, da diese beim Einkochen weitgehend verloren gehen. Daher sollte auch dieses Süßungsmittel extrem sparsam verwendet werden.



Brot, Honig und Bier - ist Maltose die richtige Wahl?

Malzzucker (Maltose) entsteht, wenn Stärke im Körper verdaut wird. Er hebt den Blutzuckerspiegel schnell an. Malzzucker entsteht ganz natürlich beim Keimen von Getreide, z.B. Gerste. Er ist in Pflanzen, aber auch im Brot, Honig und Bier zu finden. Wegen seiner geringen Süßkraft , wird er häufig in Verbindung mit anderen Süßungsmitteln eingesetzt.


Leider wird die natürliche Maltose eher nicht verwendet , sondern stattdessen der aus Stärke und gentechnisch veränderten Enzymen gewonnene Malzzucker. Lieber Finger weg von Produkten, denen Maltose hinzugefügt wurde.


Was ist von Zuckerersatzstoffen wie Xylit oder Stevia zu halten?

Xylit süßt ähnlich stark wie Zucker, enthält aber nur etwa 50 % der Kalorien. Ausgangsstoffe sind Reste von Birkenholz, daher wird dieser Zuckeraustauschstoff auch Birkenzucker genannt. Wenn du auf die Zutatenliste mancher Produkte schauen, findest du die Nummer E 967. Sie steht für Xylit. Zuckeralkohole, zu den auch Xylit gehört, rufen kein Karies hervor. Das liegt daran, dass Karies verursachende Bakterien Zuckeralkohole nur langsam und unzureichend verstoffwechseln können. Da Xylit nicht zu den Kohlenhydraten, sondern zu den Zuckeralkoholen gehört, erfolgt der Abbau insulinunabhängig. Der Blutzucker steigt nur leicht an - was auch für Diabetiker interessant ist. In hoher Menge verzehrt, kann Birkenzucker zu temporärem Durchfall führen.


Bei Stevia, wegen seiner Süßkraft auch Honigkraut genannt, ist zwischen der frischen Pflanze und verarbeiteten Produkten aus dieser Pflanze zu unterscheiden. In den 1990er Jahren waren Steviaprodukte in den USA wegen einer vermuteten krebsfördernden Wirkung verboten. Die Europäische Food Safety Authority (EFSA) dagegen hält Stevia weder für krebserregend noch genotoxisch*. Stevia hat einen lakritzartigen Beigeschmack und ist für Diabetiker geeignet, da dieser Zuckeraustauschstoff keine Einfluss auf den Blutzuckerspiegel hat.

Die in den Blättern enthaltenen Inhaltsstoffe besitzen eine sehr hohe Süßkraft und haben praktisch keine Kalorien, weshalb die Stevia-Pflanze von Menschen, die Gewicht verlieren wollen, gern verwendet wird. Die Extrakte aus den Blättern der Steviapflanze sind bis zu 300x süßer als Haushaltszucker und verursachen keinen Karies. Stevia ist weiterhin Gegenstand der Forschung. Der Verzehr größerer Mengen von Steviaprodukten scheint das das mikrobielle Gleichgewicht der Darmflora zu stören (Molecules, 2020, doi: 10.3390/molecules25225480) Wer auf Stevia nicht verzichten möchte, sollte nicht mehr als 4g pro Tag und pro Kilogramm Körpergewicht verzichten. Wie auch Xylit kann Stevia abführend wirken.


*genotoxisch = das Erbgut (Gene/DNA) schädigend



Sind Light-Produkte zu bevorzugen?

Sogenannte Light-oder Zero-Zucker Produkte werden mit künstlichen Süßstoffen gesüßt.

Als Verursacher einer eingeschränkten Nierenfunktion wurden künstliche Süßstoffe wie Aspartam und Sucralose ermittelt. Sie sind für eine rasche Degeneration der Nieren-Tätigkeit bei Menschen verantwortlich, die große Mengen künstlicher Süßstoffe konsumieren, erklären Dr. Julie Lin vom Brigham Women`s Hospital in Boston, Dr. Gary Curhan und auch Dr. Morando Soffritti von der European Ramazzini Foundation of Oncology and Environmental Sciences und dem Cesare Maltoni Krebsforschungszentrum. Bereits vor 30 Jahren fanden unabhängige Wissenschaftler heraus, dass der Konsum von Aspartam zu verschiedenen Krankheiten und Leiden führt. Darunter befinden sich Krebs, Lymphome, Läsionen in unterschiedlichen Organen, Urothelkarzinome, Nervenschäden und der frühzeitige Tod. Künstliche Süßstoffe stehen auch im verdacht Diabetes zu verursachen. Von Light-Produkten ist also dringend abzuraten.

Aspartam

Aspartam ist ein chemischer Süßstoff, der sehr viel süßer als gewöhnlicher Zucker ist und in vielen Getränken und Kaugummis zu finden ist. Er steht in starker Kritik. Mit seinem süßen Geschmack gaukelt Aspartam dem Gehirn vor, es werde mit Glucose – dem Treibstoff des Körpers– versorgt. Das Gehirn erhält jedoch keinen echten Zucker, sondern ein Kunstprodukt und fordert neue Glucose und damit mehr Nahrung an – die Folge: Gewichtszunahme und ein erhöhtes Diabetesrisiko.


Im menschlichen Stoffwechsel entstehen aus Aspartam die Stoffe Asparaginsäure, Phenylalanin und Methanol. Diese werden von manchen Menschen mit Kopfschmerzen, Allergien, neuroendokrinen Veränderungen, Epilepsie oder Hirntumoren in Zusammenhang gebracht. Derzeit geben sowohl die europäischen als die amerikanischen Behörden Aspartam als "unbedenklich" frei. Wie der renommierte Neurochirurg Dr. Russel L. Blaylock, in seinem Buch "Excitotoxins, The taste that kills" eindrücklich darlegt, waren hier offensichtlich Korruption und gefälschte Labortests im Spiel, um die Zulassung dieses höchst gefährlichen Stoffs zu erreichen. Aspartam wird auch unter den Namen Nutra-Sweet, Equal, Spoonfull, Canderel, Sanecta und E951 geführt - Augen auf beim Einkauf!



Deine Einkaufsliste

Schau beim Einkaufen auf die Liste der Inhaltsstoffe -selbst in Grillsoßen ist Zucker enthalten, also in Nahrungsmitteln also, die man intuitiv nicht für zuckerlastig halten würde. Versteckter Zucker befindet sich auch in:

  • Ketchup

  • abgepackter Salami

  • Fruchtjoghurt

  • Müsli

  • vegetarischer Asia-Sauce.

  • u.v.m.

Angaben wie "Einheiten pro Portion" oder "Teil des täglichen Energiebedarfs" verschleiern meist große Zuckermengen. Wer Zucker reduzieren will, schaut also genauer auf die Nährwertangaben – oder verzichtet einfach auf verarbeitete Lebensmittel und Süßigkeiten.


Der tatsächliche Zucker- bzw. Kohlenhydratbedarf eines Menschen kann durch eine ausgewogene Ernährung sehr leicht gedeckt werden. Durch grüne Gemüsesorten, wie Spinat, Nüsse, z.B. Walnüsse, Obst, Hülsenfrüchte (Bohnen, Linsen etc.), Kartoffeln, Gemüse wie z.B. Möhren, Getreide, z.B. Haferflocken und Reis, Pseudogetreide wie Hirse, Amaranth und Quinoa uvm. deckst du nicht nur deinen Bedarf an Zucker bzw. Kohlenhydraten, sondern versorgst deinen Organismus mit vielen weiteren Nährstoffen.


Achte auf dich und kaufe bewusst ein!