Das einfachste Medikament der Welt
- 15. Dez. 2021
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 11. Juli 2023
Laut Ayurveda besteht unser Körper aus den Grundelementen Wasser, Erde, Feuer, Luft und Raum. Unter diesen ist Wasser das vorherrschende Element - dass der menschliche Körper zu ca. 70 % aus Wasser besteht, lernen wir schon im Biologieunterricht in der Schule. Sowohl im Ayurveda als auch in anderen Lehren wird ein Zusammenhang zwischen der Prävention von Krankheiten und dem Element Wasser hergestellt. So ist zum Beispiel klar, dass eine zu geringe Wasseraufnahme zu diversen Beschwerden führt. Aus westlich-wissenschaftlicher Sicht dies zum Beispiel:
Die Fließgeschwindigkeit des Blutes wird langsamer
Giftstoffe bleiben im Körper leichter zurück
lebenswichtige Nährstoffe werden schlechter transportiert
vermindert die Sauerstoffversorgung
Die Verdauung gerät ins Stocken
Das Hautbild wird faltiger und trockener
Kopfschmerzen
Schwindel
Konzentrationsstörungen
Verwirrtheit
Müdigkeit
Gliederschmerzen
dunkler, oft beißend riechender Urin
Muskelkrämpfe
Herzrasen
Frieren
Auch Erkrankungen wie Akne, Nierensteine und Gicht werden durch einen zu geringen Flüssigkeitshaushalt begünstigt. Daher ist wichtig, stets ausreichend zu trinken. Leider vernachlässigen viele Menschen das Wassertrinken vor allem in der kalten Jahreszeit, da sie oft weniger Durst verspüren. Doch im Winter ist es genauso wichtig.
Im Winter bilden sich aus ayurvedischer Perspektive vermehrt "Stoffwechselschlacken" (Ama). Nach ayurvedischer Vorstellung verdauen wir unsere Nahrung mithilfe des Verdauungsfeuers (Stoffwechselkraft) Agni. Wird der Körper durch ungünstige Nahrungsauswahl zu stark belastet, kann manchmal die individuelle Kraft des Agni nicht ausreichen und es entstehen vermehrt Stoffwechselrückstände (Ama). Wörtlich übersetzt bedeutet Ama “Unverdautes”. Ama wird als klebrige Masse, die Organe und Gewebe belastet, beschrieben. Ama gilt deswegen im Ayurveda als eine der Hauptursachen von Krankheiten.
Gerade jetzt im Winter verspüren viele Menschen ein stärkeres Verlangen nach schweren und fettigen Mahlzeiten. Durch deren Verzehr bildet sich vermehrt Ama. Als Folge dessen fühlst du dich gereizt, müde und antriebslos. Ein einfaches und wirksames Mittel dagegen ist die ayurvedische Heißwasserkur.
Dein Agni wird durch das Trinken von heißem Wasser stimuliert. Warmes Wasser regt den Stoffwechsel und somit auch die Verdauung an. Nach dem Trinken dehnen sich die Blutgefäße im Körper leicht aus, das Wasser gelangt schneller in den Magen und hilft, die aufgenommene Nahrung zu zerlegen. Fette werden besser verdaut und durch die leicht höhere Temperatur wird der Blutfluss verbessert. Durch die erhöhte Temperatur des Wassers können Schadstoffe im Körper leichter gelöst und abtransportiert werden. Wasser ist also ein geniales Detox-Mittel. Außerdem wird auch der Kreislauf sanft angestupst.
Warmes Wasser wirkt leicht schmerzlindernd und hilft bei Kopf-, Bauch- und Menstruationsschmerzen. Auf natürliche Weise werden Muskeln und Nerven entspannt. Gefäße weiten sich und Krämpfe im Darm können schneller aufgelöst werden. Natürlich ersetzt ein Glas Wasser eine fachkundige Behandlung durch deinen Arzt nicht – zusätzlich angewendet schadet es aber sicherlich nicht.
Ganz nebenbei verringert heißes Wasser die Schleimansammlung in Nase, Rachen und Magen-Darm-Trakt. Zudem wirkt Flüssigkeit grundsätzlich schleimlösend, deswegen ist eine ausreichende Wasserzufuhr zu jeder Jahreszeit ein "Must-do".
Übrigens wird auch in der Traditionellen Chinesischen Medizin das Trinken von heißem Wasser zur Aktivierung des "Yang" gelehrt. Vor allem bei Erkältungen, die eher dem "Yin" zugeordnet werden, ist eine Heißwasserkur indiziert.

Wie bereite ich das Wasser zu?
Bringe 2-3 Liter frisches Leitungs- oder Quellwasser in einem offenen Kochtopf zum Kochen und lassen Sie es ca. 5 Minuten sprudelnd weiterkochen. Warte anschließend, bis die Sedimente (Kalk) im Wasser auf den Topfboden abgesunken sind. Vielleicht ist dein Wasser eher kalkarm und die Sedimente sind kaum sichtbar. Wenn du magst, kannst du das abgekochte Wasser durch einen Kaffeefilter fließen lassen, um noch reineres Wasser zu erhalten. Fülle das noch heiße Wasser in eine Thermoskanne ab. Um das Agni noch mehr anzuheizen, kannst du dem kochenden Wasser einige geschälte Ingwerscheiben hinzufügen.
Wie trinke ich das Wasser?
Trinke das Wasser in deiner Thermoskanne ca. alle 30 Minuten in kleinen Schlucken. Die Heißwasserkur sollte mindestens 7 Tage dauern, kann aber beliebig verlängert werden. Besonders wirkungsvoll ist sie im Winter und im Frühjahr, kann aber auch mehrfach im Jahr zu jeder Zeit durchgeführt werden.
Heißwasser zur Gewichtsreduktion
Um das Abnehmen zu erleichtern, ist die Heißwasserkur besonders gut geeignet. Durch diese Anwendung reduzierst du das Bedürfnis nach Zwischenmahlzeiten, die Fettverdauung wird verbessert und die Ausleitung wasserbindender Säuren und Toxine unterstützt.




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