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Skinny Fat - schlank ist nicht immer fit und gesund

Als Skinny Fat (dünne Dicke) oder „TOFI“ (thin outside, thick inside) werden Menschen bezeichnet, die zwar optisch schlank wirken, jedoch innerlich verfettet sind. Besonders häufig betroffen sind Menschen mit Bürojobs, die sich auch in ihrer Freizeit wenig bewegen. Solche Menschen weisen einen durchschnittlichen Body-Mass-Index auf (sie befinden sich also eigentlich im Normbereich) und sehen schlank aus – aber: Ihre Körperzusammensetzung weißt einen geringen Anteil Muskelmasse und einen hohen Fettanteil auf. Vor allem am Bauch wird das sogenanntes viszerales Fett angelegt.


Skinny Fat ist das Ergebnis eines bewegungsarmen Lebensstils und einer ungünstigen Ernährung kombiniert mit einer genetischen Disposition, die den Körper überschüssige Energie nicht als weniger gefährliches Unterhaut-Fett (subkutanes Fett) anlegen lässt, sondern vorrangig im Bauchraum.



Bauch
Foto: Frank Flores on unsplash

Ist das denn wirklich so schlimm?

Viszeralfett, also das Fett im Bauchraum, umhüllt die inneren Organe und hat somit grundsätzlich eine Art Schutzfunktion. Wird jedoch zu viel dieses Fettes aufgebaut, ist dies gesundheitsschädlich, denn: Viszeralfett ist sehr stoffwechselaktiv. Es setzt entzündungsfördernde Botenstoffe frei. Organe wie die Leber oder die Bauchspeicheldrüse können in ihrer Arbeit beeinträchtigt werden. Außerdem "sucht" sich das Fett neue Speicherplätze, wenn die Kapazitäten im Bauchraum selbst erschöpft sind. Dann werden in Leber, Bauchspeicheldrüse, Nieren, Herz und Blutgefäße Fette eingelagert. Selbst die Knochen können verfetten und werden dadurch brüchiger.

Letztendlich werden durch die innere Verfettung der gesamte Organismus geschädigt und chronische Krankheiten wie Diabetes Typ II, Nierenschwäche, Fettleber, Herzerkrankungen, Arteriosklerose, Bluthochdruck und sogar Krebs gefördert. Auch das Risiko, einen Schlaganfall oder Herzinfarkt zu erleiden, steigt stark an.


Vermutlich haben dünne Dicke höhere Gesundheitsrisiken als mäßig übergewichtige Menschen mit einem guten Anteil Muskulatur. Begründen lässt sich dies mit der Funktion der Muskeln. In den Muskeln werden gesundheitsfördernde Botenstoffe, Myokine genannt, produziert – jedoch nur bei intensiver körperliche Aktivität. Das heißt, Schlanke, die sich kaum bewegen sind weniger gesund als sportliche „Pummelchen“.

Hilfe – was tun!?!

Sage der innerlichen Verfettung den Kampf an! Vizerales Fett kann man sehr gut mit regelmäßig praktiziertem Sport und einer entsprechenden Ernährungsumstellung loswerden. Besonders wichtig für Skinny Fat - Menschen ist ein Training, dass die Muskulatur aktiviert und aufbaut. - Nein, es braucht auch kein stahlhartes „Sixpack“, um gesund zu bleiben.-

  • Muskeln erleichtern den Fettabbau, da sie viel Energie verbrauchen.

  • Muskeln helfen das Gewicht zu halten.

  • Muskeln tragen zu vielen Stoffwechselprozessen bei.

  • Muskeln produzieren gesundheitsfördernde Myokine.

Ratsam ist, neben einem moderatem Krafttraining auch ein der jeweiligen Situation angepasstes Ausdauertraining durchzuführen. Dafür eignen sich zum Beispiel Wandern, Walken, Schwimmen, Radfahren und sogenanntes HIIT (High Intensive Intervall Training).

Was soll bei der Ernährung berücksichtigt werden?

  • Iss nicht mehr als 3 Mahlzeiten am Tag.

  • Zwischen den Mahlzeiten sollten Essenspausen von 4-5 Stunden liegen.

  • Vermeide Zwischenmahlzeiten und Snacks.

  • Wasser-, n